KRABBI-KRABONG

Krabbi Krabong

MTBD Präsident Detlef Türnau (re.) beim Training in Thailand

KRABBI-KRABONG
Der thailändische Waffenkampf

Seit einigen Jahren stößt man in der deutschen Kampfsportszene immer wieder auf das thailändische Krabbi-Krabong. Es ist die alte traditionelle Waffenkunst der Thailänder. Schon vor Jahrtausenden mußten die Thais lernen, sich erfolgreich gegen ihre Feinde zu verteidigen. Sie entwickelten Techniken, welche je nach ihrer geographischen Lage unterschiedlich waren. Viele alte Volksstämme entwickelten die Selbstverteidigung zu einem Teil ihrer Kultur. Die Kämpfkünste Krabbi-Krabong und Muay-Thai trugen wesentlich dazu bei, daß Thailand bis heute unabhängig blieb. Die Sukhothai-, Ayutthaya-, Thonburi- und der erste Teil der Ratanakosin Periode waren die Zeiten, in welchen die Thais ständig Krieg führten. Alle Männer wurden zum Militär eingezogen. Auch die Könige, welche die Soldaten befehligten, trainierten die Techniken des Muay-Thai und Krabbi-Krabong, welche früher zu einem System gehörten. Im Krabbi-Krabong werden verschiedene Waffen wie Daab, Plong, Ngaw, Maisun, Loh, Dung und Kaen gebraucht. Diese Waffen konnten unterschiedlich eingesetzt werden. Manche gebrauchte man im Bodenkampf, andere auf dem Pferde und Elefantenrücken. Während des Krabbi-Krabong Trainings tragen die Schüler und Meister eine Uniform, welche an die alten Krieger Thailands erinnern soll. Ein Mongkol wird ebenfalls getragen, welches meistens aus Leinen hergestellt wird. Es war für die alten Krieger eine Art Talisman, welcher den Sieg bringen sollte. Früher konnte auch nicht jede Person die hohe Kunst des Krabbi-Krabong lernen. Der Schüler hatte zuerst im Haushalt des Meisters zu arbeiten, der dann entschied, ob er dem Schüler sein Wissen vermittelte oder nicht. Der Meister konnte in dieser Zeit herausfinden, ob der Schüler über die richtigen Charaktereigenschaften verfügte, bevor er ihm die Handhabung der Waffen vermittelte. Fand der Meister heraus, daß der Schüler moralisch nicht gefestigt war, wurde er einfach wieder nach Hause geschickt.
Detlef Türnau
Das Krabbi-Krabong wird in Deutschland von einigen Mitgliedern des Muay-Thai Bundes Deutschland (MTBD) gepflegt, der in regelmäßigen Abständen Lehrgänge in Deutschland und Thailand mit thailändischen Großmeistern organisiert. So waren schon Großmeister Vichit Che-echern und Porm Salukiat, um nur einige zu nennen, für längere Zeit im Bujin-Gym Rommerskirchen, wo interessierte Sportler aus ganz Europa unterrichtet wurden. In regelmäßigen Abständen werden auch Sportler des MTBD nach Bangkok zum National Stadium geschickt, welche sich dort von den Großmeistern ausbilden lassen können. In Bangkok gibt es mehrere Institutionen, welche KrabbiKrabong anbieten. Das bekannteste ist wohl das Buddhaisawan Institut, welches nicht nur für die Qualität des Trainings, sondern auch für die üppigen Lehrgangspreise bekannt ist. Die zur Zeit beste Trainingsadresse ist nach Ansicht des MTBD das National Stadium, welches auch gleichzeitig die Sportuniversität der Hauptstadt bildet. Hier kann man für kleines Geld guten Unterricht erhalten, dies von verschiedenen Großmeistern und Meistern, die ständig vor Ort sind.
Nähere Informationen über Ausbildungsmöglichkeiten im Krabbi-Krabong Waffenkampf erteilt:
MTBD e.V.
Bergheimerstr. 5
41515 Grevenbroich
Tel. 0 21 81 – 6 32 38.
 

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