Jean-Claude van Damme in „Sudden Death“ oder „Die Hard“ im Eisstadion

Jean Claude van Damme
Der Vizepräsident der Vereinigten Staaten befindet sich unter 17.000 Fans anläßlich des größten Eishokeyspiels der Saison in der Civic Arena von Pittburgh. Niemand weiß, daß eine Bande von Terroristen das Eisstadion eingenommen haben, um ein Milliarde Dollar vom Staat zu erpressen. Da stellt sich ein Problem: Die Erpresser haben Darren McCords (Jean-Claude van Damme) Tochter als Geisel genommen. Der Feuerwehrmann läßt sich mit den eiskalten Gangstern auf ein tödliches Katz-und-Maus-Spiel ein.




Die Story des neuen van-Damme-Streifens ist nahezu identisch mit „Die Hard“, dem Film, durch den Bruce Willis zu Weltruhm avancierte. Der muskelbepackte Exil-Belgier spielt einen Feuer­wehr­mann mit dunkler Vergangeheit. Als seine Tochter während dem siebten und entscheidenden Spiels des Stanley Cup Finales zwischen den Pittsburgh Penguins und den Chicago Blackhawks entführt wird, beschließt er, sie auf eigene Faust zu befreien und die Erpressungsversuche der Schwerverbrecher zunichte zu machen. Im größten Film, der über 14 Wochen in der Eishokeymetropole in Norden der USA gedreht wurde – hier entstanden u.a. Aufnahmen zu „Flashdance“, „Das Schweigen der Lämmer“, und „Hoffa“ – versuchte Regisseur Peter Hyams, der bereits in „Timecop“ mit Hauptdarsteller Jean Claude van Damme arbeitete, die übrigen „Die Hard“-Imitate in Sachen Action klar zü überbieten. Van Damme, der sich im und um das Stadion in zahlreichen Kampfszenen seiner Haut erwehren muß, lernte eigens für diesen Film richtig Eishokey zu spielen.

van Damme stunt

„Als ich das Drehbuch sah,
war ich fasziniert von der Idee einen wahrhaft aufregenden Thriller zu drehen. „Sudden Death“ hat dasselbe Potential wie „Die Hard.““
Peter Hyams, Regisseur

partraitJCvD:
(Darren McCord) Seit seinem Durchbruch mit „Bloodsport“ wächst die Fangemeinde um den 34-Jährigen belgischen Ex-Kickboxer und Bodybuilder. Seine Biographie liest sich wie eine Erfolgsstory, wie sie nur in Hollywood möglich ist. Vor rund 12 Jahren lehnte er das Filmangebot einer Ballett-Produktion ab. Er beschloß, auf eigene Faust nach Hollywood zu gehen um ein großer Star zu werden. Die ersten Jahre hielt er sich mit Allerwelts-Jobs als Taxifahrer und Türsteher über Wasser. Er lebte von der Hand in den Mund bis er vor einem Restaurant den namhaften Produzenten Menahem Golan traf und ihm auf der Straße seine Kampftechniken demonstrierte. Nach seinem ersten großen Erfolg in „Bloodsport“ folgten mit ständig steigendem Budget u.a. „Lionheart“, „Double Impact“, „Universal Soldier“, „Hard Target“ und „Streetfighter“. Sein letzter großer Film „Timecop“ spielte weltweit über 135 Millionen Dollar ein. Demnächst kommt mit „The Quest“ – produziert in Thailand – sein erster Film in die Kinos, in dem er Regie geführt hat. In einer weiteren Rolle ist übrigens Ex-007-Darsteller Roger Moore zu sehen.

Eishokey Film

Produzent Howard Baldwin, der seit 1985 insgesamt zwölf Filme abwickelte, plante um die Authenzität des Filmes zu erhöhen, original Szenen aus dem Eröffnungsspiel der 94er-Eishokey-Saison einzubinden. Als Besitzer der Pittsburgh Penguins, die bereits mehrmals die begehrte Stanley-Cup-Trophäe gewonnen haben, konnte Baldwin jedoch nicht verhindern, daß die Auseinandersetzungen zwischen der Ligakommission und denr Spielergewerkschaften den pünktlichen Start der Saison verhinderten. Dennoch dürften die Szenen auf dem glatten Parkett gut gelungen sein, schließlich lebt der Film vor allem durch Van Dammes Kampfkünste und den aufwendigen Stunts, die z.B. einen Hubschrauber-Crash innerhalb des Stadions, dessen einmalige Dachkonstruktion per Knopfdruck geöffnet werden kann, beinhalten. Eigens hierfür mieteten die Produzenten einen rund 140 Meter hohen Kran, von dem das Fluggerät beim Surren von neun Spezial-Kameras in die Tiefe stürzt. 200 Wagen von Polizei und Rettungsdiensten waren im Film im Einsatz. Etliche davon wurden bei einer Explosionsszene im Parkhaus zerstört.
Um die Dramatik des Actionfilms auf das Niveau eines richtigen Thrillers zu potenzieren hat Regisseur Hyams die Action des Eishokey-Spiels und die der Filmhandlung eng verbunden. Die Uhr, welche die Spielzeit limitiert, begrenzt die Zeit für McCord so knapp, daß die Spannung bis zur letzten Sekunde aufrecht erhalten bleibt. Erst wenn die Eishokey-Saison entschieden ist, steht fest, ob die USA einem Anschlag von besonders kaltblütigen Gangstern entgehen können und die 17.000 Zuschauer unbeschadet nach Hause gehen können.

movie kick

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