ELYWCIMAA

Neue Struktur der ELYWCIMAA

Am 14. und 15. Januar 1995 fand in Ottweiler (Saar) die zweite Jahres-hauptversammlng der European Lok Yiu Wing Chun International Martial Art Association (ELYWCIMAA) statt, des europäischen Dachverbandes für authentisches Wing Chun. Si-Fu Wilhelm Blech, einziger nichtchinesischer Schüler von Meister Lok Yiu und Präsident der ELYWCIMAA konnte etliche seit dem Vorjahr neu hinzugekommene Mitglieder begrüßen.

ELYWCIMAA

Die Mitglieder der ELYWCIMAA bei ihrer Jahreshauptversammlung

Unter den Anwesenden befanden sich Verbandsvertreter aus mehreren europäischen Ländern, darunter Österreich, die Schweiz, Tschechien und Italien. Unter den Tagesordnungspunkten besonders erwähnenswert ist die Auflösung der Wing Chun Kung Fu Academy Germany (WCKFAG), des bisher von Si-Fu Blech geleiteten deutschen Wing Chun-Verbandes.
Der Präsident begründete diese Maßnahme mit möglichen Interessenskonflikten – als Präsident des Dachverbandes müsse er unbedingt unparteiisch sein können. So wurden ganz im Sinne des Gedankens der ELYWCIMAA die einzelnen Schulen der WCKFAG in die Unabhängigkeit entlassen. Sie alle haben umgehend einen Aufnahmeantrag gestellt und sind nunmehr Mitglieder der ELYWCIMAA. Nur die ursprüngliche Stammschule in Ottweiler behält weiterhin den Namen WCKFAG und wurde von Si-Fu Blech an seinen langjährigen Assistenten Si-Fu Frank Wilding übergeben.
Weiterhin wurden Änderungen in der Verbandsstruktur beschlossen, um die Effektivität der Organisation weiter zu verbessern. Nach zwei Tagen reisten alle Teilnehmer mit dem sicheren Gefühl ab, den Dachverband gemeinsam auf den richtigen Kurs gebracht zu haben.

Ernie Reyes

Kick 1995 Ausgabe 05


Diese Nachricht wurde von der Pressestelle der ELYWCIMAA zur Verfügung gestellt Wilhelm Blech. Sie erschien in der Ausgabe 05/1995 ohne Foto innerhalb der Nachrichten.
Text und Foto: ELYWCIMAA

Bamberg BJJ Seminar

Brazilian Jiu-Jitsu in Europa

Franco Vacirca

Lehrgangsleiter Fabio Santos und Veranstalter Franco Vacirca aus der Schweiz

Nach großer Verbreitung in den USA und in Japan läßt sich das System jetzt auch in Europa nieder. Wir waren beim ersten Seminar in Zürich dabei.Fabio Santos aus San Diego, Kalifornien, betreibt seit über 25 Jahren das brasilianische Jiu Jitsu der Gracie-Familie. Seinen ersten Dangrad erhielt er von Rickson Gracie, bei einer Prüfung in Rio de Janeiro. Anfang Juni 1995 leitete er in Zürich das erste Seminar in seinem Stil, das jemals in Europa stattfand. Teilnehmer aus mehreren Nationen waren angereist.

Vorneweg muß man feststellen, daß die Cage- und Ultimate Fights nicht das Gracie Jiu Jitsu darstellen. Der Familienstil wurde vom Familienvater Helio Gracie entwickelt, der aufgrund einer Kinderkrankheit niemals Leistungssport hat betreiben können. Er machte aus dieser Not eine Tugend und modifizierte das Jiu Jitsu so, daß man mit geringem körperlichen Aufwand einen grossen, starken Geg-ner unter Kontrolle bringen kann. Fabio de Santos erlernte das Jiu Jitsu bereits als Kind unter dem bekannten Roylsh, unter dem auch Rickson Gracie trainierte. Nachdem Roylsh bei einem Unfall tödlich verletzt wurde, hörte er zunächst mit dem Training auf. Später nahm er das Training an der Gracie Academie in Rio de Janeiro wieder auf. 1991 erhielt de Santos von Rorion Gracie ein Angebot an der bekannten Zweigstelle in Torrance, einem Stadtteil von Los Angeles, zu unterrichten. Er nahm die Herausforderung an, lehrte über drei Jahre an diesem Institut, bis er 1994 zusammen mit seiner Frau Shari ein eigenes Dojo in San Diego eröffnete. Heute trägt er den dritten Meistergrad. Er ist offiziell als Professor anerkannt durch die Federacao do Jiu-Jitsu de Rio de Janeiro, Brasil.
Beim Seminar überzeugte Fabio de Santos die zum Teil weit gereisten Teilnehmer, daß Gracie Jiu-Jitsu kein blutiges Image nötig hat. Das Einzigartige am Stil ist für ihn die Einfachheit und Überlegenheit der Techniken. Die Ausrichter des Seminars, die Sportschule „L‘Ácademia“ unter Leitung von Franco Vacirca, der anläßlich des Seminars mit dem blauen Gürtel ausgezeichnet wurde, veranstaltet regelmäßig Workshops in Zürich, zu denen Interessierte jederzeit hinzukommen können. Aber Achtung, die Seminare und Workshops sind nichts für Haudraufs und Großmäuler. Gelehrt wird das Jiu Jitsu System und seine Techniken, mit denen man sich hervoragend selbst verteidigen kann. Die Teilnehmerzahlen sind laut den Ausrichtern limitiert, so daß nur Sportler daran teilnehmen können, die sich rechtzeitig anmelden.

Bamberg BJJ Seminar

Rickson Gracie

Im November 1995 besuchte Rickson Gracie zum ersten Mal Deutschland. Rund 70 Teilnehmer nahmen das Seminar so positiv auf, daß für Ende 1996 weitere Kurse in Planung sind. Info: D. Kocher, Memmelsdorferstr. 82R, 96052 Bamberg

BJJ Cover

Kick 1996/06


Diese Nachricht erschien in KICK Ausgabe 06-1996.

TKD Marburg

Erste Deutsche Junioren Meisterschaft

Überzeugende deutsche Jugend Durch die ersten Deutschen Junioren Meisterschaften sollen den 16- und 17-jährigen die Möglichkeit gegeben werden, sich an das Niveau der Erwachsenenklassen zu gewöhnen. Bundesjugendtrainer Shin In-Shik und Bundesjugendleiter Wolfgang Pattberg waren mit der Leistungsstärke zufrieden. Vor allem bei den Damen stellten die bekannten Kämpferinnen ihre Favoritenrolle unter Beweis.

In der 47 Kilo-Klasse holte sich Michaela Wegner von P&P Allgäu den Titel. Die Deutsche Vizemeisterin besiegte Vera Gugliotta mit 6 zu 5. Bei den Damen bis 51 Kilo deklassierte Melanie Kildau eindrucksvoll ihre Konkurrenz. Durch einen 14 zu 0 und 8 zu 1 Sieg in der Vorrunde erreichte sie problemlos das Finale. Dort holte sich die mehrfache Deutsche Jugendmeisterin kampflos den Titel gegen ihre Vereinskameradin Nina Schneider. In der Kategorie Damen bis 55 Kilo erkämpfte sich die ehemalige Deutsche Jugendmeisterin Luise Schmidt aus München souverain Gold gegen die Ingolstädterin Katrin Ben Habib. Einen spannenden Fight lieferten sich Isabell Rasel aus Gelnhausen und die Deutsche Jugendmeisterin Samira Kehimi aus Godesberg im Finale bis 60 kg. Nach einem packenden Kopf-an-Kopf-Rennen ging der erste Platz beim Stande von 5 zu 5an die Gelnhäuserin. Eine gute Vorstellung bot Anja Schneider in der Gewichtsklasse bis 65 kg. Die DEM-Dritte aus Eschweiler besiegte im Endkampf die Drittplatzierte der Deutschen Jugendmeisterschaften Anja Pache aus Oberhausen. Die Klasse bis 70 kg war mager besetzt. Die Allgäuerin Andrea Lewey holte Gold. Peggy König führte die Klasse über 70 kg an. Sie verwies Susanne Pieperhoff auf Platz 2. Bei den Deutschen Meisterschaften hatten sich beide den dritten Platz geteilt.

TKD Marburg

Bei den Jungs sorgten einige Jugendliche für Furore. In der 50 Kg-Kategorie dominierte Alexander Salbeck aus Neuaubing. Der Deutsche Jugendmeister und Austrian-Open-Gewinner schlug den Hildesheimer Thanusha Thevathasan klar mit 4 zu 0. Markus Baek führte die Klasse bis 54 kg an. In der Vorrunde hatte der Bottroper in einer Neuauflage des Finales der Deutschen Jugendmeisterschaften Alexander Seethaler hauchdünn mit 10 zu 9 ausgeschaltet. Danach war der Zweite der Deutschen Jugendmeisterschaften im Finale gegen Bernd Wallraff aus Schleiden nicht zu stoppen. In der Klasse bis 58 kg standen sich mit Jugendeuropameister Francisco Martin-Villa und Raphael Sebastian-Rabel zwei Gelnhäuser im Endkampf gegenüber. Raphael hatte sich im Halbfinale in einem packenden Fight mit 8 zu 7 gegen Timo Jutzi durchgesetzt, der in der ersten Runde noch 3 zu 0 geführt hatte. Das Finale ging kampflos an Francisco Martin-Villa. Sven Hündersen hieß der klare Favorit in der 64 kg-Klasse. Der Deutsche Meister holte sich den Titel, doch die Jugendlichen machten es dem Gelnhäuser nicht leicht. Der Deutsche Jugendmeister Marcel Betz aus Öhringen konnte sich durch seinen beherzten Kampfstil gut verkaufen und unterlag im Finale nur knapp. Esa-Matti Aalto errang die Gold-Medaille in der Kategorie bis 70 kg. Der Hamburger schlug im Endkampf den DEM-Dritten Jörg Cunz aus Gelnhausen. In der schwach besetzten Klasse bis 76 kg belegte Selami Malkoc den ersten Platz. Der Tübinger verwies Daniel-Berthold Cicova aus Bei den Herren bis 83 kg standen sich mit Sven Körner aus Bergheim und dem Solauer Sascha Thölke zwei bekannte Fighter gegenüber. Thölke hatte sich durch zwei K.O.-Siege ins Finale katapultiert. Körner konnte im Halbfinale Michael Mehlfeld ausschalten. Der Endkampf entwickelte sich zu einem Thriller, denn die Partie blieb bis zur letzten Sekunde ausgeglichen. Am Ende kam es beim Stande von 2 zu 2 zum Kampfleiterentscheid, der zugunsten von Sven Körner ausfiel. Das Schwergewicht der Herren war dünn besetzt. Hier holte sich der Deutsche Jugendmeister Thomas Haas aus Regensburg souverain den Titel gegen den Göttinger Patrick Riebe.

Gold für Gelnhausen
In der Vereinswertung konnten sich die Sportlerinnen und Sportler des ausrichtenden 1. Gelnhäuser TC überlegen durchsetzen. Gleich vier der 16 zu vergebenen Titel wanderten in die mittelhessische Barbarossastadt. Den zweiten Platz belegte der Allgäu vor dem ESV Neuaubing. Der Erfolg der beiden ersten Teams ist auf die Qualifikation ihrer Trainer zurückzuführen, denn sowohl Georg Streif als auch Hermann Kildau sind Inhaber der Diplomtrainer-Lizenz. In der Länderwertung konnte sich Bayern knapp gegen Hessen behaupten. Mit deutlichem Abstand folgte Nordrhein-Westfalen auf Platz 3.

Herb Perez

Kick 02/96 Herb Perez


Diese Nachricht wurde von Kai Müller verfasst und als Pressemitteilung zur Verfügung gestellt. Erscheinungstermin: Kick 02/1996.

Sifu Özden

Lehrerausbildung bei der EVCC

Sifu Özden

Sifu Özden erklärt seine Erwartungen für einen Lehrergrad der EVCC

Kampfsport ist für viele ein Hobby. Es gibt einige talentierte und mutige Sportler, die ihr Hobby zum Beruf machen wollen: Kämpfer und Trainer. Die Euro Ving Chun Connection ist eine große deutsche Kung Fu Organisation, die ein weitreichendes Angebot an Ausbildungsmöglichkeiten und damit verbunden an Aufstiegschancen und Verdienstmöglichkeiten bereithält. Ein Mitglied der Organisation berichtet über einen typischen Ausbilderlehrgang, der den Anwärtern bei bestandener Prüfung das Tor zum professionellen Ving Chun öffnet.

Freitag, der 27. Januar 1995, ein kalter, verregneter Tag in Köln. Es war der Tag, an dem Sifu Birol Özden mit der Prüfung der Lehrergrade begann. Sechs Personen hatten sich zur Prüfung zum ersten, zwei für die Prüfung zum zweiten Lehrergrad qualifiziert. Um 10.00 Uhr kam Sifu in die Akademie und begrüßte die Anwärter. Er erklärte seine Erwartungen für einen Lehrergrad der EVCC.
Der erste Tag war für Vollkontaktsparring reserviert. Die Teilnehmer bildeten einen Kreis, in dem einer für zwei Durchläufe in die Mitte gestellt wurde und von allen anderen knallhaft attackiert wurde. In den ersten zwei Stunden mit freien Fuß- und Handangriffen. Jeder bekam schwere Treffer, doch keiner gab auf. Alle setzten sich über ihr körperliches Leistungspotential hinweg. Nach fünf Minuten Pause ging es für zwei Stunden weiter. Nun durften die Angreifer zusätzlich den Mittelmann mit Griff und Ringerangriffen in den Bodenkampf bringen. Und jeweils zwei Angreifer waren mit Ratanstöcken bewaffnet, die sie ohne Rücksicht einsetzten. Jeder der einzelnen Ving Chun Kämpfer setzte sich erfolgreich zur Wehr. Einmal mehr bewies sich die Effizienz von Ving Chun im Straßenkampf.

Ali Cakir

Sifu Birol Özden begüßt Ali Cakir, einen erfolgreichen Boxtrainer aus der Türkei.

Um 14.00 Uhr gab sich Sifu sichtlich zufrieden über die Leistungen seiner Schüler eine zweistündige Pause. Jeder der Anwärter war zwar leicht angeschlagen, aber dennoch voller Energie. Pünktlich um 16.00 Uhr ging es wieder los. Ving Chun Bodenkampf stand auf dem Programm. Sifu erläuterte, daß man auch im Bodenkampf immer mit seinen Ving Chun Prinzipien arbeitet, seine Waffen, Knie und Ellenbogen und nicht seine Kraft einsetzt. Es gibt Kampfkunstfamilien (auch in der Yip Man Linie), die sehr viel, gerade im Bodenkampf, mit Kraft arbeiten. Diese müssen, da ihr Bodenkampf mehr einem Ringkampf der klassischen Schule ähnelt, im Unterricht mit dicken Bodenmatten arbeiten. Doch wo ist da die Logik? Es handelt sich um ein System, das von einer Frau erschaffen wurde und das speziell auch für Frauen und schwächere Menschen praktikabel sein soll! Ein System, wie das Ving Chun, das innerhalb seiner über 300 Jahre alten Geschichte noch niemals als Wettkampfsport betrieben wurde muß, um effektiv zu sein, auch heute noch unter realistischen Bedingungen funktionieren. Deshalb wird in den Schulen der EVCC. der Bodenkampf ohne Matten unterrichtet. So behält der Schüler einen gesunden Bezug zur Realität und lernt auf hartem Boden zu kämpfen, ohne sich zu verletzen.
Werbung: Ving Chun Weiterbildung
In den nächsten Stunden mußte jeder beweisen, daß er im Bodenkampf gegen einen und mehrere Gegner erfolgreich bestehen kann. Jeder Teilnehmer konnte wertvolle Erfahrungen sammeln. Kurz vor Schluß dieser Trainingseinheit wurde ein angehender erster Lehrergrad durch einen Ellenbogen schwer im Rippenbereich getroffen. Trotz der Schutzweste, die er trug, bedeutete dies sein Ausscheiden, was allen sehr leid tat. Wieder einmal zeigte sich die unglaubliche Schlagkraft der VC-Nahkampfwaffe auf kurze Distanz.
Sifu gab eine halbe Stunde Pause, nach der es mit Konditionstraining weitergehen sollte. Nun ging es in die Endphase des heutigen Tages. Sandsack und Pratzentraining. Zwei Stunden lang gab jeder den letzten Rest seiner Energie. Keiner wollte vor dem anderen zurückstecken, so daß die volle Zeit auf höchster Leistungsstufe trainiert wurde. Um 20.30 Uhr beendete Sifu Özden das Training. Alle waren froh, gemeinsam diesen ersten harten Tag hinter sich gebracht zu haben. Beim gemeinschaftlichen Essen in einem naheliegenden Restaurant ließen alle den vergangenen Tag Revue passieren.
Der Samstag sollte ganz für Formen und Grundtechniken benutzt werden. Um 10.00 Uhr begannen alle mit der SIU TAU, der ersten Form des Ving Chun und dann der CHAUM KIU, der zweiten Form.
Sifu überwachte den Ablauf der Form sehr kritisch und gab einzelne Anregungen, die jedem neue Erkenntnisse brachten. Sifu erklärte allen die enorme Wichtigkeit der Formen, in denen alle Geheimnisse des Ving Chun verborgen sind. Nach einer einstündigen Pause begannen alle Lehrergradanwärter mit dem Training der Grundtechniken. Die zweiten Lehrergradanwärter trainierten unter Sifus Aufsicht die BIU CHI, die dritte und höchste waffenlose Form des Ving Chuns. Da Sifu Özden von verschiedenen Meistern gelernt hat und somit sein Wissen nicht auf eine einzige Quelle beschränkt ist, ist er in der Lage, die Unterschiede in den einzelnen Interpretationen der Formen sowie deren Fehler zu erkennen und auszuschalten. Die nächsten drei Stunden sollten nun der Philosophie und der Psychologie des Ving Chuns gehören. Die Komplexität und Logik des Gedankengutes, das im Ving Chun steckt, begeistert einen immer wieder aufs Neue und jeder, der Ving Chun ernsthaft studiert erkennt, daß der reine körperliche Kampf nur die Spitze des Eisberges ist.
Das Training am dritten und letzten Tag begann ebenfalls um 10.00 Uhr. An diesem Sonntag war gleichzeitig ein Ausbilderlehrgang. Aus ganz Deutschland kamen mehr als hundert Ausbilder, Assistenten und Anwärter. Im ersten Abschnitt wurden Bodyguard-Unterrichtsprogramme trainiert und im zweiten einzelne Teile der VC-Esoterik. Die Lehrergradanwärter gaben an diesem Tag Lehrproben in einzelnen Ving Chun Sparten.
An diesem Tag durfte Sifu Özden auch einen hohen Gast begrüßen. Den Boxnationaltrainer und Betreuer der türkischen Mannschaft, Ali Cakir. Der Boxtrainer, der selbst in jungen Jahren sehr erfolgreich war, kann heute mit vielen seiner Schüler Meisterschaftstitel vorweisen. Als Fachmann bezeichnete er die Sparringskämpfe der Ving Chun Schüler als hochqualifiziert und niveauvoll und betonte, daß auch er Ving Chun-Nahkampfprinzipien in das Training einbaut. Er gab bekannt, daß in Zukunft Boxwettkämpfe stattfinden werden, die durch die EVCC gesponsert sind und als Zeichen für eine gute Zusammenarbeit und seiner Anerkennung überreichte er Sifu Özden eine goldene Boxtrophäe. Mit tobendem Applaus wurde Cakir verabschiedet und Sifu Özden schritt dann zur feierlichen Ernennung der Lehrergrade: Jeder hatte bestanden. Somit begrüßen wir 6 neue Lehrergrade im Team der EVCC: Gunther Triebel, Stefan Köcher, Michael Wallow, Gerd Rütten, Donato Porfilio, Erkan Sengül und zum zweiten Lehrergrad beglückwünschen wir Jochen Brandt und Andreas Silbersack.
Sie waren glücklich über das erreichte Ziel, und man bedankte sich für den tobenden Beifall und ganz besonders bei Sifu Özden, der immer wieder mit Rat und Hilfe zur Seite gestanden hat. Jeder war sich einig, daß sie verstärkt daran arbeiten werden, traditionelles Ving Chun nach den Richtlinien und dem Konzept von Sifu Birol Özden zu verbreiten, so daß jeder in der Lage sein wird, richtiges Ving Chun in seiner Nähe lernen zu können.
„Das Jahr 1995 soll wieder ein erfolgreiches Jahr für die Euro Ving Chun Connection werden,“ verlautete Sifu Özden in einem Presseinterview. In der kommenden Ausgabe werden wir die Geschichte der EVCC und die Aussichten Özdens in einem neuen bericht festhalten.

Ernie Reyes

Kick 1995 Ausgabe 05


Dieser Bericht wurde von der Pressestelle der EVCC zur Verfügung gestellt. Er erschien in der Ausgabe 05/1995.
Werbung: Ving Chun Weiterbildung

Numrich Aerts

Peter Aerts gegen Hubert Numrich

Numrich Aerts

Peter Aerts (rote Hose) besiegt den Darmstädter Hubert Numrich

Peter Aerts (rote Hose) besiegt den Darmstädter Hubert Numrich in einem Thaibox-WM-Fight deutlich nach Punkten. Für Numrich war es erst der zweite Thaiboxkampf in seiner Karriere.

Peter Aerts

Peter Aerts (rote Hose) mit Sidekick gegen Hubert Numrich

Peter Aerts World Champion

Peter Aerts (rote Hose) besiegt den Darmstädter Hubert Numrich

Die Zeiten, als Amsterdam die Hochburg der europäischen Kickboxszene war, sind vorbei. Oder etwa nicht? Vielleicht doch nicht, denn mit dem K1-König Peter Aerts kommt nach Rob Kaman und Fred Rojers ein neuer Superstar auf, der trotz lukrativer Angebote in Übersee weiterhin in Holland an den Start geht. Im Herbst fand somit zum ersten Mal seit langer Zeit wieder eine große Gala in Amsterdam statt. im Vorprogramm erkämpften sich die siegreichen Gilbert Ballentine und Jan Lomoulder die Gunst des Publikum (ca. 2.000 Zu-schauer).
Der große Star des Abends war eindeutig „Holzhacker“ Peter Aerts, der erfolgreich seinen Thaibox-WM-Titel gegen den Darmstädter Hubert Numrich verteidigte, welcher sich weit über dem verkaufte, was man von ihm erwartet hatte.

Perry Ubeda

Perry Ubeda, links.

Perry Ubeda

Chakuriki Fighter Perry Ubeda (re.) siegt in einem extrem harten Thaiboxfight.

Bob Shrijver

Bob Shrijver (l. unterliegt Jan Lomoulder

Knockout in Amsterdam

Schwerer K.O. für einen Harinck-Schüler.

highkick-30

Herb Perez

Kick 02/96 Herb Perez

Dieser Artikel erschien in der KICK Ausgabe 02/96. Text und Fotos: M. Deubner.

Werbung:
Hubert Numrich auf Amazon

Gracie gegen Emin Boztepe?

Stellungnahme der ELYWCIMAA: Herausforderung der Gracie-Familie durch Emin Boztepe

Mit mildem Erstaunen haben wir die Herausforderung Emin Boztepes an den Gracie-Clan sowie die Stellungnahme Herrn Kernspechts zur Kenntnis genommen. Wir sind geschmeichelt, daß Herr Boztepe auch für uns kämpfen will, müssen diese zweifelhafte Ehre aber leider ablehnen. Wir haben mit dem Gracie-Clan keinen Streit. Daß gerade ein Mitglied der EWTO für andere Kampfkünste eintritt, vermögen wir nicht ganz zu glauben. Immerhin werden gerade andere Wing Chun-Stilrichtungen von Herrn Kernspecht als minderwertig abgetan und EWTO-Schülern wird suggeriert, sei seien unschlagbar, da andere Kampfkünste zum realen Kampf nicht taugen. Tatsächlich müssen wir in Herrn Boztepes Einlassung lesen, die beiden Wing Chun-Kämpfer, die bei der UFC angetreten sind, seien “dumm” und hätten “unsinnige Bewegungen” vollführt. Wie paßt das zu seiner Achtung vor allen “seriösen” Kampfkünsten?
Das Mäntelchen der Wing Chun-Familie (wir legen auf die lateinische Schreibweise keinen besonderen Wert, es kann also auch Ving Tsun heißen) kann sich Emin Boztepe nicht umhängen. Es genügt wohl, daß, wie schon bei dem “Kampf” gegen William Cheung, der, wie zumindest im Kreis der EWTO bekannt, von Herrn Kernspecht angeordnet und geplant wurde (und hierfür gibt es Zeugen), die “gerechte Empörung” eines traditionsbewußten Kampfkünstlers vorgegaukelt wird.
Es geht bei dieser Herausforderung um Prestige. Ob es zu einem Kampf kommt, wollen wir einmal abwarten, denn immerhin hat sich Herr Boztepe in jeder Phase des Hin und Hers einige Hintertörchen offengelassen. Emin Boztepe hat sich ins Gespräch gebracht, egal, ob der Kampf stattfindet oder nicht. Falls er kämpft, dann tut er das für sich. Damit können wir leben und wünschen ihm persönlich viel Glück.

Ernie Reyes

Kick 1995 Ausgabe 05


Diese Stellungnahmne wirde von der Pressestelle der ELYWCIMAA zur Verfügung gestellt, nachdem Wilhelm Blech um Veröffentlichung ansuchte. Sie erschien in der Ausgabe 05/1995 ohne Foto innerhalb der Nachrichten.

Hülya Sahin

WAKO Weltmeisterschaft 1995 Kiev

WAKO Trainer

Vollkontakt Bundestrainer Werner Sossna und Ferdinand Mack

WAKO-WM im Ersatzdress


Vollkontakt Bundestrainer Ferdinand Mack bezeichnete die Weltmeisterschaft in Kiew Ende November1995 als die beste WAKO-Weltmeisterschaft aller Zeiten. „Für Stuttgart müssen wir Deutschen uns schämen,“ hieß es zum Vergleich zur Semikontakt-WM (Link: Stuttgart WAKO WM). In Kiew fand ein Turnier mit über 600 Startern statt. An allen Tagen kamen durchschnittlich 5.000 Zuschauer, Liveübertragungen im Fernsehen waren selbstverständlich. Außerdem hatte die Veranstaltung durch sehr hochwertige Showeinlagen eine Professionalität, wie man sie bei internationalen WAKO-Turnieren bislang noch nicht gesehen hat. Das deutsche Team war unter der Leitung der Bundestrainer Ferdinand Mack und Werner Soßna erfolgreich dabei.

Hülya Sahin

Hülya Sahin mit Heimtrainer Peter Zaar.

Glücklicherweise konnte die Reise nach Kiew vom finanziell gebeutelten Verband auf die Beine gestellt werden. Doch das geschah nicht ohne Probleme. Der Sponsor des DKBV, die Firma Rhode, stellte dem Team keine Ausrüstung, keine Trainingsanzüge, noch nicht einmal Kampfhosen zur Verfügung. Die Bundestrainer wandten sich kurzum an eine andere Firma, die kurzfristig einsprang, um dafür zu sorgen, daß die Sportler, die sich über viele Turniere und harte Kämpfe die Nominierung für den Kader verdient hatten, zumindest halbwegs einheitlich eingekleidet waren und unter würdigen Umständen bei der Eröffnungsfeier, welche die „nette“ Anfangszeremonie in Stuttgart deutlich in den Schatten stellte, einlaufen konnten.

Das Turnier als solches wartete mit einem ungemein hohen sportlichen Niveau auf. In nahezu jeder Gewichtsklasse waren bis zu 30 Kämpfer am Start. Für Deutschland schnitten die Männer diesmal nicht so gut ab wie noch vor zwei Jahren in Budapest, als mit dem Kölner Frank Schmidt zumindest ein Weltmeistertitel nach Deutschland ging. Übermächtig waren die Vertreter der 16 Nachfolgestaaten der Sowjetunion unter den über 50 teilnehmenden Nationen. Mit dem Gelsenkirchener Frank Rudawksi erreichte nur ein Deutscher das Finale, das er verlor. Dennoch ist dieser Vize-Weltmeistertitel für den jungen Kämpfer ein großer Erfolg. Immerhin war dies sein erster internationaler Einsatz. Hidir Erdogan, Ludwigshafen, und Nordine Abdelbaki, Köln belegten den dritten Rang, wobei Abdelbaki im Halbfinale nur durch ein krasses Fehlurteil der Unparteiischen am Einzug ins Finale gehindert werden konnte.

Nordine Abdelbaki

Nordine Abdelbaki, Köln, kämpfte hervoragend. Er konnte nur durch ein Fehlurteil um den Einzug ins Finale gebracht werden.

Hidir Erdogan

Hidir Erdogan

Erfolgreicher schnitten die Damen ab, die erst seit einem Jahr innerhalb des deutschen WAKO-Verbandes kämpfen „dürfen.“ Die Kölnerin Hülya Sahin und die Berlinerin Jeannette Witte erkämpften sich nach harten Auseinandersetzungen die WM-Krone.
Diese WM im Vollkontakt mit und ohne Lowkicks hat in Punkto Teilnehmerzahlen, sportliches Niveau und Professionalität neue Maßstäbe gesetzt. Die Organisatoren der Stuttgarter Semikontakt-WM hätten sich hier einige wertvolle Anregungen holen können, wenn dieses Turnier vorher stattgefunden hätte. Das Turnier schien bis auf einige Unklarheiten bei der Terminierung der Vorkämpfe, die in nur zwei Ringen ausgetragen wurden, allen Beteiligten gefallen zu haben, so daß sie trotz der Unattraktivität von Kiew gerne wiederkommen. Nach den Finalkämpfen gab es für alle Teilnehmer – wie es sich für eine WM von Format gehört – ein großzügiges Büfett, kostenlos versteht sich.

Herb Perez

Kick 02/96 Herb Perez


Dieser Artikel erschien in der KICK Ausgabe 02/96. Text: Vladimir Liberov. Fotos: Archiv. Anmerkung: Die WAKO sah es damals nur sehr ungern, wenn über die Organisation objektiv oder kritisch geschrieben wurde. In diesem Fall, hinderte es uns daran angemessen zu berichten – leider.

Werbung:
„Kickboxen“ von Ferdinand Mack

Streetfighter Movie

Streetfighter

Streetfighter Movie

Die amerikanischen Filmemacher haben einen neuen Markt entdeckt. Statt Bücher zu verfilmen, nehmen sie neuerdings Comics und Videospiele als Vorlagen für ihre Leinwanddarstellungen. Neuester Sproß dieses Genres ist „Streetfighter“ mit Jean-Claude Van Damme. Der aus Belgien stammende Darsteller spielt den Kriegshelden Oberst William F. Guile. Seine Mission besteht darin, innerhalb von 72 Stunden den Aufenthaltsort von 63 Geiseln, für die ein Lösegeld von 20 Milliarden Dollar verlangt wird, zu finden und zu befreien.

Die Produzenten waren von Anfang an vom Erfolg des Streifens überzeugt, so daß sie den amerikanischen Filmstart auf Heilig Abend des Vorjahrs legten und Superlativen nicht scheuten. Unter den 17 Hauptdarstellern kann man sieben unterschiedliche Nationalitäten finden. Insgesamt wirkten 500 Filmspezialisten mit, 3.000 Statisten aus 28 Ländern kamen zum Einsatz.

Als der Bürgerkrieg um Shadaloo in den siebten Monat geht, beauftragen die alliierten Nationen Oberst William F. Guile damit, einen umkämpften Hafen in Südostasien zu sichern. Die letzten Verluste sind erheblich: 12 Truppen wurden ausradiert, 63 Personen in Gefangenschaft genommen. Der feindliche General M. Bison fordert ein Lösegeld von 20 Milliarden Dollar, zahlbar innerhalb von 72 Stunden, oder die Geiseln sind Geschichte. Soweit zum Plot der Geschichte.

Drehort Bangkok
Die Dreharbeiten begannen Ende Mai 1994 in der thailändischen Hauptstadt Bangkok. Edward Pressmann („The Crow“, „Wall Street“) und Kenzo Tsuijimoto leiten die Produktion. Jean Claude Van Damme („Timecop“, „Hard Target“) spielt Oberst William F. Guile, Raul Julia („Addams Family“, „Kiss of the Spiderwoman“) spielt seinen Widersacher, General Bison. Weiterhin mit dabei in der internationalen Besetzung: Ming-Na Wen, Wes Studi („Geronimo“), Damien Chapa („Under Siege“) und die australische Popsängerin Kylie Minoque. Für Autor Steven de Souza („Die Flintstones“, „48 Stunden“) bedeutet der Film gleichzeitig das Debüt als Regisseur für sein eigenes Drehbuch.

Benny Uquidez mit JCVD

Benny Uquidez mit JCVD

„Wir haben gute Darsteller von allen Erdteilen verpflichtet,“ rechtfertigt de Souza die internationale Besetzung, „mit denen wir die Welt des Videospiels nach außen bringen. Alle Fans des Videogames werden begeistert sein. Sie werden sagen, ja, genau so habe ich mir die Figuren in Wirklichkeit vorgestellt. Die Leute, die das Spiel nicht kennen, werden einen einzigartigen Actionfilm sehen.“

Wie alles begann:
Der Film wurde von der japanischen Firma Capcom Co. Ltd., einem der drei großen Markführer für elektronische Unterhaltung (Umsatz mit Software und Videospiele: 2 Milliarden US-Dollar), auf die Beine gestellt. Capcom stellte das Filmprojekt dem Produzenten Edward Pressman als die Verfilmung für ihr erfolgreichstes Spiel vor. „Ed Pressman rief mich eines Abends an und fragte, ob ich Streetfighter als Videospiel kenne,“ erinnert sich Souza an den Start des Objektes. „Natürlich kannte ich das Spiel. Mein Sohn hatte im vergangenen Jahr praktisch sein ganzes Taschengeld für dieses Game ausgegeben. Jeden Samstag haben wir gut zehn Dollar in Form von Viertel-Dollar-Münzen in die Automaten gesteckt. Am Morgen nach Pressmans Anruf hatte ich ein zweiseitiges Skript mit den Grundzügen für die Geschichte des Films zu Papier gebracht.“

Kylie Minoque

Popsängerin und Schauspielerin Kylie Minoque kämpft an der Seite von Van Damme gegen den mchtgierigen Diktator.

Drehbeginn
Der Anfang der 69 Tage dauernden Dreharbeiten wurde am Chao Phraya River in Bangkok gesetzt. Zu den Utensilien gehörten original Ausrüstungen der Thailändischen Armee, darunter eine voll besetzte Fähre, zwei Hubschrauber und über 20 Schiffe von Patroullienbooten bis zum Kreuzer. Das 12 Meter lange Kommandoboot für Hauptakteur Guile wurde speziell in Pattaya für den Dreh angefertigt. Dabei waren die Dreharbeiten im ehemaligen Siam bis kurz vor Beginn sehr gefährdet, denn „die thailändische Regierung war sehr zurückhaltend bei der Erteilung der Drehgenehmigung,“ erinnert sich Murray Bold, Aufnahmeleiter in Thailand, an die Schwierigkeiten im Vorfeld. „Der Studentenaufruhr zwei Jahre zuvor ließ befürchten, daß die heimische Bevölkerung die Schauspieler mit fremden Truppen verwechseln würde.“ Nach drei Wochen waren die Außenaufnahmen in Thailand abgeschlossen, dann ging es für die Innenaufnahmen in die Warner Roadshow Movie World Studios nach Queensland in Australien. Die Nähe zu Thailand verminderte damit die Kosten für die Logistik, und die erstklassigen Studios in Queensland wurden somit zum idealen Drehort.

Gegenwert: 70 Millionen Dollar
Regisseur de Souza erklärt die Wahl der Drehorte wie folgt: „Innerhalb von 15 Minuten konnten wir von den Studios aus für nachträgliche Außenaufnahmen an den Strand oder in den Regenwald fahren. Die Orte sahen den thailändischen Originalschauplätzen sehr ähnlich. Wären wir in Los Angeles ins Studio gegangen, hätten wir nach 15 Minuten Fahrt nichts anderes vorgefunden als ein Burger King Lokal.“ Produzent Pressman geht in seinen Erklärungen noch weiter: „Der Aufwand, den wir betrieben haben, war sehr groß. Wir filmten in Australien, weil es dort erheblich günstiger ist als in Hollywood. So können wir mit Produktionen konkurrieren, die 60 bis 70 Millionen kosten.“ Streetfighter wird in der Öffentlichkeit als ein schneller, aktionsreicher Abenteuerfilm angepriesen. De Souza beschreibt den Streifen detailliert als „ein Actionfilm, der viele Aspekte einer Komödie beinhaltet“.

Kylie Minoque

Kylie Minoque in Kampfposition

Drei Perspektiven
Die Handlung wird den Zuschauern aus drei unterschiedlichen Perspektiven präsentiert. Zum einen ist es die Sicht von Sagat (gespielt von Wes Studi), die die exotische und gleichermaßen gefährliche Lage in Asien – wie man sie aus zahlreichen Filmen kennt – bis zurück in die vierziger Jahre zeigt. Aus Guiles Sicht (Van Damme) erhält der Streifen die Charakterzüge einer typischen Schlachtdokumentation über den Zweiten Weltkrieg. Man sieht Übergriffe im Morgengrauen, Landungen mit Booten und furiose Schlachten. Dann gibt es noch die Perspektive des Bösewichts Bison (Raul Julia). Seine Aussichten wirken heldenhaft und futuristisch geheimnisvoll, ähnlich einem James Bond oder Krieg der Sterne. Der Film lebt so durch die Verbindung von Gegensätzen. Auf der einen Seite werden futuristische Handlungen in der Vergangenheit abgewickelt, auf der anderen Seite besteht ein starker Bezug zur Realität. Aufnahmeleiter Bill Fraker verbrauchte über 500 Liter Flüssiggas, um mit Nebeleffekten den geheimnisvollen Charakter Asiens zu unterstreichen. Er empfand es als eine große Herausforderung, die Szenerie des Videospiels auf die Leinwand zu übertragen.

Streetfighter

Showdown im Kontrollraum: Van Damme alias Oberst Guile kämpft gegen General Bison.

Wahrer Held und Sieger
Unter seinen Kunstgriffen, die Welt des gleichnamigen Comics zu verdeutlichen, kamen zahlreiche Lichteffekte zum Einsatz. Die Brutalität eines typischen Actionfilms kommt bei Streetfighter auf einer anderen Weise zum Tragen. Trotz ausgeklügelter Waffentechniken konzentriert sich die Handlung auf den waffenlosen Zweikampf der Widersacher, denn nur wer seinen Gegner stellt und mit bloßen Händen besiegt, ist nach den filmeigenen Regeln der wahre Held und Sieger. Regisseur de Souzas Vorstellungen, die Handlung über die Special Effects zu stellen und vor allem ein jüngeres Publikum erreichen zu wollen, waren für die Grundzüge der Filmart ausschlaggebend.

Ming-Na Wen

Ming-Na Wen mit Kylie

andere2

Van Damme – Einer aus vielen
De Souza war von seiner Gestaltungsidee so besessen, daß er den Fans des Videospiels die Wahl des Hauptdarstellers überließ. Er veranstaltete eine Befragung von Streetfighter-Abhängigen, und Jean-Claude Van Damme wurde als Spitzenreiter der Wunschliste engagiert. Seit seinem Durchbruch mit „Bloodsport“ sieben Jahre zuvor hat der Belgier eine Vielzahl von Heldenrollen in Actionfilmen gespielt und sich auf diesem Weg eine große Beliebtheit vor allem bei Jugendlichen erkämpft. Van Damme zeigte sich begeistert von der Rolle in Streetfighter: „Was mich bei Streetfighter begeisterte, war die niedrige Altersbeschränkung von 13 Jahren (USA). Endlich können mich auch meine jungen Fans sehen, ohne sich ins Kino mogeln zu müssen.“ Das Drehbuch wurde vor Beginn der Dreharbeiten für den ehemaligen Kickboxer und Bodybuilder modifiziert, von dem viele Fachleute denken, daß er der vielseitigste der aktuellen, großen Filmhelden ist. Ein Beispiel für die Änderungen ist der Rang des von Van Damme gespielten Guile. Im Videospiel ist er lediglich ein Major. Im Film trägt er jedoch die Uniform eines Oberst, womit ihm eine größere Armee untersteht. Angesichts der Bereitwilligkeit der Produzenten, daß Drehbuch für seine Person umzuschreiben, erinnert sich Van Damme heute an seine Anfänge in Hollywood: „Es war sehr schwer, meine erste Chance in Hollywood zu bekommen. Englisch war nicht meine Muttersprache, und ich hatte keine Arbeitsgenehmigung. Um mich über Wasser zu halten, mußte ich als Taxifahrer und Rausschmeißer arbeiten.“

Gegensatz zu Van Damme
Für die Besetzung seines Konterparts, des größenwahnsinnigen Generals M. Bison, suchte man einen ansehnlichen und theatralisch glaubwürdigen Mann, der der physischen Präsenz Van Dammes etwas entgegensetzen konnte. Man wählte Raul Julia aus, der seit seinem großen Erfolg mit der „Addams Family“ eines der heißesten Eisen für die Besetzung der Toprollen in Hollywood darstellte. Seine bekannten Bühnenauftritte, durch die er am Broadway bekannt wurde, unterstreichen die Glaubwürdigkeit seines energischen Auftretens. Bedauerlicherweise starb er zwei Monate vor der Filmpremiere an einem Herzinfarkt in New York.

JCVD

Mit der Hilfe von Gaunern
Die Handlung geht damit weiter, daß Guile mit vorgehaltener Waffe zwei schnellsprechende, altkluge Gauner rekrutiert, um die Unterwelt in Shadaloo Tang zu unterwandern. Er verspricht sich, dadurch die geheime Festung Bisons ausfindig zu machen. Auf Umwegen finden die Gauner bei dieser Gelegenheit den Aufenthaltsort der gesuchten Geiseln.
Abenteuerlich ging es bei den Dreharbeiten im Umgang mit den 3.000 Statisten aus verschiedenen Ländern zu. Die zum Teil großen Verständigungsschwierigkeiten wurden dadurch gelöst, daß man mit Übersetzern arbeitete und drei gigantische Neger (Filmlatein für Schrifttafeln) in die Höhe hielt, auf denen in unterschiedlichen Sprachen geschrieben war, ob die Akteure überrascht, ängstlich oder lachend reagieren sollen. Die Kampfsequenzen wurden von Charlie Picerni, einem erfahrenen Profi, koordiniert, der schon bei „Roadhouse“ (Patrick Swayze) und „Ghost“ seine Finger im Spiel hatte. Bei Streetfighter waren die Ansprüche an die Bewegungsabläufe der Kampftechniken komplizierter als bei normalen Actionfilmen, denn es galt vor allem Bewegungen aus dem Videospiel zu simulieren, um der Authentizität des Streifens nichts zu nehmen. Dies stellte zum einen hohe Anforderungen an die Schauspieler, zum anderen wurde mit ausgeklügelten Seiltricks und aufwendiger Stuntarbeit eines m 80-köpfigen Teams nachgeholfen.

Van Damme spielt einen Oberst der Vereinten Nationen, der mit artistischen Einlagen alle Hindernisse aus dem Weg räumt.

Van Damme spielt einen Oberst der Vereinten Nationen, der mit artistischen Einlagen alle Hindernisse aus dem Weg räumt.

Benny Urquidez wirbelt hinter den Kulissen
Die Aufgabe, die Schauspieler für die hohen Anforderungen der Kampfszenen in Form zu bringen, wurde vom ehemaligen Kickboxweltmeister Benny „the Jet“ Urquidez erledigt. Er brachte seine 24-jährige Erfahrung aus unterschiedlichen Kampfsportdisziplinen in seine Arbeit ein, um die Besetzung mit Krafttraining, Stretching und Kampfsimulationen in Form zu bringen. Urquidez zeigte sich vor allem von der Aufnahmefähigkeit der weiblichen Hauptdarsteller Kylie Minoque und Ming-Na Wen begeistert. Minoque brachte durch ihre langjährige Tänzerei hervorragende Voraussetzungen für das schnelle Erlernen der Techniken mit. Für Van Damme mußte der Kickboxer freilich kein besonderes Training anberaumen. Der Actionheld hält sich schon seit vielen Jahren auf einem konstant hohen Formlevel, der zusätzliches Training überflüssig macht. Raul Julia zeigte sich von Bennys Training so angetan, daß er bei Presseinterviews voller Stolz das Training mit dem Träger des neunten Dans im Ukidokan Karate hervorhob.

vdblick

Sieben Tonnen Kunstmasse
Neben den bereits aufgeführten Extras der aufwendigen Produktion stieg die Anzahl der Drehorte auf insgesamt 35 unterschiedliche Stationen mit 18 verschiedenen Kulissen, von denen der Kommandoraum Bisons die eindrucksvollste und gleichzeitig aufwendigste Szenerie bietet. Die unterirdische Zentrale des Bösewichts spiegelt eine futuristische Festung unter den Ruinen eines historischen Tempels wider. Auch hier verleiht die Verwendung von über sieben Tonnen Kunstmasse dem enormen Aufwand Glaubwürdigkeit. Ein Vergleich zu anderen futuristischen Leinwandwerken wie „Krieg der Sterne“ und „Blade Runner“ liegt nahe. Unter dem gigantischen, mit 84 Monitoren ausgestatteten Kontrollzentrum kommt das Versuchslabor des Diktators zum Vorschein, in dem eine perfekte menschliche Kampfmaschine durch Gen- Manipulation geschaffen werden soll.

Kylie Minoque

Kinostart: 27. April 1995
Wenn der „Streetfighter“ am 27. April in die deutschen Kinos kommt, werden sich auch die jungen Fans von Van Damme – erstmals legalerweise, – über die Qualitäten der aufwendigen Actionkomödie überzeugen lassen. Anders als die üblichen Verfilmungen von Videogames und Comics wird es Streetfighter nicht in die schmuddeligen Ecken der Videotheken verschlagen. Die Zeichen zeigen schon beim Kinostart in eine vielversprechende Richtung. Mal sehn, ob Van Damme mit der Hilfe der Jugendlichen Kinobesucher in den Filmhitlisten ganz oben mitspielen wird.
(jhn)

Ernie Reyes

Kick 1995 Ausgabe 05


Dieser Bericht erschien in Ausgabe 05/95 der Zeitschrift KICK. Die Fotos wurden uns freundlicherweise vom Filmproduzenten zur Verfügung gestellt.

Thunderwolf

Thunderwolf

US Filmschauspieler und Kampfsportler „Thunderwolf“

KICK: Alle Leute hier in Los Angeles nennen Dich “Thunderwolf”. Wie bist Du zu diesem Namen gekommen?

Thunderwolf: Ich bin zum einen Teil Indianer und zum anderen Teil Afroamerikaner. Den Namen gab ich mir selbst als Tribut für meine Vorfahren. Außerdem finde ich, daß es ein sehr kraftvoll klingender Name ist, der zu mir paßt.

KICK: Mit welchem Kampfsportstil begann Deine Karriere?

Thunderwolf: Ich begann 1970 mit Shotokan-Karate in Delorean, in der Nähe von New York.

KICK: Was war Dein Beweggrund, um mit Kampfsport zu beginnen?


Thunderwolf: Bruce Lee! Es war meine Inspiration. Ich sah ihn in seinen Filmen und war begeistert von seinen Techniken.

KICK: Wie kamst Du dann zum Kickboxen?

Thunderwolf: Wie ich schon vorher erwähnte, begann ich mit Shotokan-Karate, nahm aber auch Training im Tae-Kwon-Do und Kung- Fu. Meine ersten Wettkämpfe waren im Point-Karate (entspricht dem deutschen Semikontakt-Kickboxen). Ich interessierte mich aber damals schon für realistische Kämpfe ohne Stop. Als ich mit dem Militär als Soldat nach Hawaii ging, kämpfte ich zwar immer noch Point-Karate, lernte aber dort Den Cordsen kennen, der 1980 die Nummer 3 in der Welt im Kickboxen war. Er trainierte mich damals; zu dieser Zeit begann ich mit Kickboxen, und es war auch eine größere Herausforderung für mich.

KICK: Wann hattest Du Deinen ersten Wettkampf im Kickboxen?


Thunderwolf: 1981 hatte ich meinen ersten Amateurkampf im Kickboxen, den ich nach Punkten gewann.

KICK: Wie verlief dann Deine Karriere als Kickboxer weiter?

Thunderwolf: Insgesamt hatte ich 17 Amateurkämpfe, von denen ich 16 gewann und einen verlor. 1986 startete ich meine Karriere als Profikickboxer in Californien. Ich trainierte damals wie heute im Jet-Center von Benny Urquidez. Insgesamt habe ich 12 Profiwettkämpfe absolviert. Ich schlug in einem non-Title Fight den damaligen World- champion Calvin Rosia. Mein letzter Kampf war gegen Denis Alexio, den ich nach Punkten verlor.

KICK: Was war Deiner Meinung nach der Grund für diese Niederlage?

Thunderwolf: Zwei Kämpfe vor dem W.M. Kampf war ich “satt”. Meine Motivation war nicht mehr vorhanden. Ich war nich mehr hungrig auf den Titel.

KICK: Zu dieser Zeit begann doch auch Deine Filmkarriere ?

Thunderwolf: Als ich das Interesse für das Kämpfen verlor, konzentrierte ich mich auf meine Karriere als Filmstar.

KICK: Wie kam es zum Kontakt mit der Filmbranche?

Thunderwolf: Bei einem meiner letzten Kämpfe fragte mich der Produzent von “Lionheart”, ob ich nicht Lust hätte, in einem seiner Filme mitzuspielen. Da mein Interesse für das Kämpfen nicht mehr so groß war, sagte ich zu.

KICK: Wie ging es dann mit Deiner Karriere weiter?

Thunderwolf: Ich bekam eine Rolle in “Rocky V” als Stuntman in einer der Kampfszenen. Danach konzentrierte ich mich noch mehr auf meine Karriere als Schauspieler.

KICK: In wievielen Filmen hast Du mitgewirkt?

Thunderwolf: Ich spielte in 12 Filmen mit, zum Beispiel in “Bloodmatch” mit Benny Urquidez und Matthias Hues, in “Badman 2” arbeitete ich als Stuntman, und in “Shootfighter” hatte ich auch eine Rolle, um nur einige zu nennen.

KICK: Was ist Dein nächstes Projekt?

Thunderwolf: Ich werde in dem Film “Ghostsoldier” eine Hauptrolle spielen, aber im Moment laufen erst die Vorbereitungen, den Film zu finanzieren.

KICK: Was sind Deine Ziele für die Zukunft?

Thunderwolf: Ich werde mich weiter auf meine Karriere als Schauspieler konzentrieren, um auch das Bestmögliche aus meinem Talent herauszuholen. Wenn ich das geschafft habe, werden neue Ziele in meinem Leben kommen, wie eigene Filme zu produzieren und talentiertem Nachwuchs zu helfen. Ich brauche immer eine neue Herausforderung, sonst hätte ich keinen Spaß am Leben.

Ernie Reyes

Kick 1995 Ausgabe 05

 

Das Interview führte Klaus Nonnemacher, Karlsruhe, im August 1994 in Los Angeles, USA. Nonnemacher befand sich auf Trainingsreise und traf Thunderwolf im Jet Center von Benny Urquidez. Es fand in der Ausgabe 05/1995 Veröffentlichung.

15. Internationale Deutsche Meisterschaft

Finale Frauen: Sabine Collin 1. Platz (TV Oberneuland) attackiert Iva Gavez (Kroatien)

Finale Frauen: Sabine Collin 1. Platz (TV Oberneuland) attackiert Iva Gavez (Kroatien)

Starke Frauen bei der Internationalen Deutschen Meisterschaft – Marburg, Ende September 1995: Die 15. Internationalen Deutschen Meisterschaften im Vollkontakt Taekwondo finden statt. Die über 500 StarterInnen aus 10 Nationen zeigen in absolut hochklassigen Auseinandersetzungen Taekwondo von seiner besten Seite: Action, Dramatik und Taktik.


Besonders erfreulich an diesem großen Turnier war die gestiegene Zahl der Teilnehmerinnen, und das sowohl im Jugendbereich als auch bei den Senioren. Alle Gewichtsklassen waren im Gegensatz zur letzten IDEM gut besetzt. In der Gewichtsklasse bis 47 kg (Jugend/weiblich) konnte sich die letztjährige zweite, die von Kobra Bielefeld kommende Fadime Karatas, deutlich in der mit 13 Teilnehmerinnen besetzten Gewichtsklasse durchsetzen. Die von ihr angestrebte deutsche Staatsürgerschaft ist im Hinblick auf die im nächsten Jahr stattfindenden Jugend Europa- und Weltmeisterschaften sicherlich eine Bereicherung für den Kader von Bundestrainer Shin In Shik. Die Internationalen Deutschen Meisterschaften ermöglichen den vielen ausländischen Jugendlichen, die in der DTU organisierten Vereinen und Schulen Taekwondo betreiben, die Teilnahme an einem großen Turnier. So war es um so erfreulicher, dafl viele der amtierenden deutschen Meister im Jugendbereich sich ebenfalls in die Siegerlisten eintragen konnten.


WM-Teilnehmer fehlten
In den Herrenklassen machte sich das Fehlen einiger Leistungsträger bemerkbar. Olaf Wilkens, Marcus Nitschke und Aydin Ates muflten Verletzungen auskurieren oder bereiten sich intensiv auf die Weltmeisterschaften vor. Seinen Titel verteidigen konnte daher nur Sahin Ozan (-50kg), der sich in einem an Spannung kaum zu überbietendem Finale gegen den sehr starken Ince Turgay aus Belgien, erst in letzter Minute durchsetzen konnte. Aziz Acharki (-70) ebenfalls für Manila nominiert, hatte es im Finale mit Ercan Özkuru (Tusem Essen) zu tun. In dem verbissen geführtem Fight verletzte sich Acharki in der letzten Runde, kämpfte jedoch mit dieser Verletzung tapfer weiter und siegte verdient über seinen langjährigen Rivalen in dieser Gewichtsklasse. Gut vorbereitet für die WM zeigte sich auch sein Nationalmannschaftskollege Marco Scheiterbauer (-76kg), der sich in einem starken internationalem Teilnehmerfeld souverän durchsetzen konnte und den Titel des Internationalen Deutschen Meister errang.

Anja Greb (Budo-Club Mühlheim) tritt mit einem kraftvollen Nerjo-Chagi

Anja Greb (Budo-Club Mühlheim) tritt mit einem kraftvollen Nerjo-Chagi

Starke Belgier
Überraschend stark bei den Herren waren im diesem Jahr die belgischen Kämpfer. Mit zwei ersten Plätzen (Achmed Boumrah -58kg, Zoran Prerad -83kg) sowie einem zweiten und dritten Platz konnten sich diese Kämpfer besonders gut in Szene setzen.

Chancen
Auch bei den Damen wurden in Abwesenheit einiger National-mannschaftskämpferinnen nicht minder spannende Kämpfe ausgetragen. Tharshini Thevathasan (-43kg) und Monika Sprengel (-47kg) nützten diese Meisterschaften, um sich auf die WM vorzubereiten und konnten ihre Titel erfolgreich verteidigen. Die mit einer großen Mannschaft angereisten Kroaten konnten sich bei den Damen erfolgreich in Szene setzen. Zwei erste, ein zweiter und ein dritter Platz sicherten den Kroaten in der Nationenwertung den ersten Platz vor Belgien und den besonders im Jugendbereich erfolgreichen Fightern aus Weissrussland.

Kim Yeon

Finale -60kg: Die Russin 1. Platz (Vordergrund) – Kim Yeon (Aachen)

Ein Fazit
Im Hinblick auf Olympia 2000 und der 1996 stattfindenden Jugend Welt- und Europameisterschaften ist die gestiegene Teilnehmerzahl sowohl der nationalen als auch internationalen KämpferInnen im Jugendbereich besonders erfreulich. Im Seniorenbereich machte sich das Fehlen der Kadermitglieder (für die WM in Manila) doch deutlich bemerkbar, hier sollte bei der Terminierung der nächsten IDEM auf international stattfindende Turniere mehr Rücksicht genommen werden.

Herb Perez

Kick 02/96 Herb Perez

 

Text und Fotos Wolfgang Trybus-Poppe, DTU. Erschienen in Kick Illustrierte Ausgabe 02/1996.