Top Dog Film mit Chuck Norris

Seit Anfang Juli kann man in Deutschen Kinos einen neuen Film mit Chuck Norris sehen. „Top Dog“ vermischt Action und Komödie, ein Film für die ganze Familie. Norris spielt – wie schon so oft – einen Polizisten. Sein Partner ist Reno, ein kläffender Hund.

Chuck Norris

„Ich wollte einen Film machen, zu dem ich auch meine eigenen Kinder mitnehmen kann,“ erklärt Regisseur Aaron Norris, Schwarzgurtträger und Bruder des Actionstars Chuck, die Beweggründe für seine Arbeit. Die ganze Idee war, ein größeres Publikum anzuziehen, denn für Actionfilme ist es sehr schwer Altersfreigaben ab zwölf oder gar ab sechs Jahren zu bekommen. Ohnehin paßt dies dem alternden Ex-Karate-Weltmeister Chuck Norris gut ins Konzept. Jean-Claude Van Damme und Steven Seagal haben ihm in der harten Actionbranche schon lange den Rang abgelaufen. Nach „Sidekicks“ und der TV-Serie „Walker“ stellt „Top Dog“ nun die dritte Station auf seinem Weg zum Familienschauspieler dar. Vor allem der Erfolg der Serie „Walker,“ bei der die Actionszenen für das Samstagabendpublikum absichtlich moderat gehalten wurden, muß Norris für diesen neuen Karriereweg die Richtung gewiesen haben.

Chuck Norris und Aaron Norris

Erfolgsgespann: Schauspieler Chuck (l.) und Regisseur Aaron Norris

In „Top Dog“ spielt Norris erstmals an der Seite eines Tieres in der Hauptrolle. „Mit Tieren zu arbeiten ist normalerweise sehr schwer,“ räumt der Schauspieler ein, „aber der Trainer Boone Narr hat den Hund so gut trainiert, daß man ihn als vollwertigen Schauspieler ansehen konnte.“ Man könnte fast meinen, Norris hätte mit dem Hund eine enge Freundschaft geschlossen. „So unterschiedlich wir körperlich auch sein mögen, unser Charakter ist doch sehr ähnlich,“ beschreibt er die Zusammenarbeit mit seinem tierischen Partner.

Norris zusammen mit seinem Partner "Reneo"

Norris zusammen mit seinem Partner „Reneo“

Ein weiterer Grund für das Zustandekommen von „Top Dog“ war die Absicht von Chuck und Aaron Norris weiterhin als ein Team von Hauptdarsteller und Regisseur zusammenarbeiten. Bislang haben die Brüder seit 1977 in über 20 Produktionen gemeinsam mitgewirkt.
Ob Chucks Zukunft als Familienschauspieler besonders rosig ausschaut ist schwer einzuschätzen. Die Fachzeitschriften der Cineasten geben ihm kaum ein Chance. Für die größte europäische Filmzeitschrift „Cinema“ stand schon vor dem Kinostart fest, daß der Film ein Flop wird. Für das Fachblatt ist der Streifen nichts anderes als „ein lieblos heruntergekurbelter Ein-Bulle-und-ein-Köter-Film.“

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Dieser Beitrag erschien in der August Ausgabe 1995.
Fotos:
Byron J. Cohen

Regina Halmich verletzt

Regina Halmich verliert ersten WM Kampf

Harte Handschuhe in Las Vegas:Es hätte ihr großer Tag werden sollen, doch dann kam alles ganz anders. Am 20. April, genau zwei Tage vor dem Schwergewichtskampf zwischen Axel Schulz und George Foreman, wollte die 18-jährige Rechtsanwaltsgehilfin Regina Halmich Profibox-Weltmeisterin der Frauen werden. Im Aladdin-Hotel und Kasino, kein fünf Minuten zu Fuß vom MGM Hotel entfernt, war für Halmich der Traum von der WM-Krönung bereits in der Pause zur fünften Runde ausgeträumt, wurde die amerikanische Lokalmatadorin Yvonne “The Terminator” Trevino zur Siegerin durch technischen k.o. erklärt.

Regina Halmich

Yvonne Trevino siegt vorzeitig, Halmich wendet sich voller Mißgunst ab.

Denn aufgrund einer Cutverletzung unter dem linken Auge brach der Ringrichter den Kampf zugunsten von Trevino ab, erklärte die 28 Jahre alte US-Amerikanerin vor rund 1.000 Zuschauern zur Siegerin um den vakanten Titel. “Reginas bisherige Gegnerinnen waren nicht so zäh und vorwärtsorientiert, wie es die Trevino war,” meinte Halmich-Trainer Jürgen Lutz, nachdem Regina die Favoritin zwar bereits nach 20 Sekunden zu Boden schickte, danach selbst Zeit nehmen mußte und im weiteren Kampfverlauf immer mehr ins Hintertreffen geriet. “Das Auge war stark geschwollen und es hatte sich ein Riß auf der Schwellung gebildet,” erläuterte die Ringärztin Dr. Margaret Goodman (USA) die Gründe, die letztlich zum Abbruch führten. Obwohl Regina protestierte und den Abbruch zu diesem Zeitpunkt des Kampfes nicht wahr haben wollte – die Entscheidung der Ringärztin ist vertretbar und mußte im Sinne der Gesundheit beider Kämpferinnen auch so fallen. Weniger Verständnis kann man allerdings für das Verhalten um den Ring herum aufbringen. Denn vor ihren größten Kampf wurde Halmich von den Organisatoren noch zusätzlich nervös gemacht: “Er sollten wir den dritten Kampf machen, dann hieß es plötzlich wir machen erst den fünften Kampf, schließlich sollten wir als sechstes und letztes in den Ring, danach wieder als dritte und vierte und schließlich dann doch als fünftes,” schüttelt Jürgen Lutz über soviel Organisationstalent des Veranstalters den Kopf. Dass die Wunde an Reginas Auge nicht wunschgemäß behandelt werden konnte, hatten dann die Beobachter der beaufsichtigenden “Nevada State Athletic Commission” zu vertreten. “Ich hatte Eis und Vaseline dabei, aber als ich damit arbeiten wollte, kam der Supervisor und entwaffnete mich. Auch einen Kühlakku durfte ich nicht benutzen, an der Gebrauchsanweisung von Kühlspray las der Offizielle so lange, bis die Rundenpausen vorbei waren,” ärgert sich Lutz über die unvorhersehbaren Geschehnisse. Hinzu kam noch, daß die Boxhandschuhe nicht so waren, wie man es normalerweise gewohnt ist. “Wir durften die Handknöchel nicht bandagieren,” erbost sich Lutz,” sowas hatte ich ja noch nie gehört!” Und weil dazu noch die 8-Unzen Handschuhe der Marke Cleto-Reyes hart wie Stahl waren, verwundert es kaum, das die Trevino sich die Handknöchel brach und nun erstmal 17 Wochen Gips tragen muß. “Regina sagte mir, jeder Treffer fühlte sich an wie von einer Eisenstange,” erklärte Lutz, der beim Damen-Boxverband anregte, auf den Einsatz der harten Handschuhe in Zukunft zu verzichten.

Regina Halmich verletzt

Eine Cutverletzung bedeutete das vorzeitige Aus für Regina Halmich

Für Regina, die die Verletzung des Kampfes schnell und gut überstand, wird es nun am 10. Juni in der Karlsruher Europahalle wieder ernst, wenn sie wiederum einen Anlauf auf einen WM-Titel unternimmt. Dann soll die Gegnerin Kim Messer (USA) heißen. Und diese Dame hat in ihrem Kampfrekord einen K.o. Sieg in der neunten Runde über Yvonne Trevino stehen. Kein leichtes Unterfangen also, aber im Karlsruher Camp der Europameisterin ist man voller Optimismus.
Bevor sie nun aber wieder in den Ring steigt, verteilte Halmich erstmal bei einem Fernsehauftritt einige Aufwärtshaken. In der Sport-Talkshow Offensiv (DSF) kam sie den Bestrebungen des DABV, der vom 25. bis 27. Mai auf einem Kongreß eine Entscheidung über das Frauenboxen fällen will, zuvor: “Wenn sich der DABV weigert, werden die Frauen ihren eigenen Verband aufmachen. Eine Frau, die boxen möchte, die wird boxen.” Auch Rene Weller mußte einiges einstecken. “Außerhalb des Ringes bin ich schon mal reingelegt worden, und zwar von Rene Weller,” so Halmich gegenüber Moderator Diethelm Straube. “Er war ja gegen das Frauenboxen, und die Medien sind da drauf angesprungen. Eine muß schön sein, eine Frau muß erotisch sein, eine Frau ist nur für den Mann gemacht. Ich hatte dann einige Fernsehauftritte, vor allem mit Rene Weller, und das ging dann immer pro und contra. So kam Weller wieder ans Tageslicht, man hatte ihn ja schon vergessen im Fernsehen. Weller tauchte also wieder auf und sonnte sich in meinem Ruhm. Er hat es eigentlich dem Frauenboxen zu verdanken, daß man wieder über ihn spricht!”
Wenn Regina am 10. Juni mit den Fäusten ebenso Schlagkräftig ist, wie mit dem Mund, dann dürfte sie ohne Schwierigkeiten Weltmeisterin werden .

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Dieser Beitrag erschien in der August Ausgabe 1995.
Text und Fotos: Tobias Drews

Martin Kilgus

WAKO Europacup 1995

Durchaus kein Aprilscherz war der diesjährige WAKO-Europacup am 1. April in Mailand. Wie jedes Jahr war das Interesse groß und so war es nicht verwunderlich, daß außer Deutschland, das (leider) am selben Tag ein Qualifikationsturnier ansetzte, fast jede europäische Nation mit ihren Spitzenkämpfern vertreten war.

Martin Kilgus

Kämpfe auf Weltklasseniveau gab es im Semikontakt Kickboxen zu sehen (Archivfoto).

Es war zwar wieder das Semi- und Leichtkontakt-Kickboxen, das die meisten Teilnehmer verzeichnete, aber in der riesigen Multisporthalle wurden auf zwei Etagen weitere Wettkämpfe im Karate, Judo, Kung Fu, Tai-Chi und dem bei uns relativ unbekannten Sandan (eine Mischung aus Leichtkontakt-Kickboxen, Judo und Thai-Boxen mit Schutzausrüstung) abgehalten. Im Semikontakt bestand das Hauptstarterfeld vorwiegend aus Italiener(innen), was aber so manchen “Ausländer” nicht davon abhalten konnte, sich bis in die Medaillenränge vorzukämpfen.
Im Semikontakt der Damen gingen alle ersten Plätze an Italien, wobei bis auf die Klasse -65 kg, die wie schon so oft, mehrfache Europa- und Weltmeisterin Tiziana Zennaro dominierte, unbekannte Kämpferinnen auf dem Siegerpodest standen.
Bei den Herren ging ebenfalls kein erster Rang an einen “Ausländer”. Einzige Finalbegegnung mit einem außeritalienischen Teilnehmer war das Finale der Klasse +89 kg, wo sich der Österreicher Michael Kruckenhauser seinem “Angstgegner” der EM in Helsinki gegenübersah. Der Italiener Culiersi, der bei der EM das rechte Bein Kruckenhausers dermaßen attackierte, daß sich dieser einer Operation unterziehen mußte, hatte es auch dieses Mal wieder auf dieselbe Stelle abgesehen, um den Sieg vorzeitig zu erzwingen. Der Österreicher verstand es, den unfairen Angriffen auszuweichen und lieferte einen ausgeglichenen Fight, den der Italiener am Ende nur knapp mit zwei Punkten Vorsprung gewann.

Bruchtest

Spektakuläre Showeinlagen gab es in der Abendveranstaltung des Pasqua del Budo zu beobachten.

Weitere Klassensiege gingen an nicht weniger bekannte Leute, wie den amtierenden Europameister Marco Ferrarese und WAKO-PRO Weltmeister Markus Zadra. Die Leichtkontakt-Klassen waren ebenfalls ausnahmslos in italienischer Hand. Einziger Lichtblick war hier und da ein(e) Kämpfer(in) in Polen, der (die) die Reihen der Italiener durchbrach. Obwohl die zahlreichen ausländischen Teilnehmer sehr gute Leistungen zeigten, muß gesagt werden, daß der Siegeszug der Italiener nicht auf unfairen Kampfrichterentscheidungen oder Bevorteilung basiert, sondern die großartigen Leistungen und das Niveau, auf dem sich alle Kämpfer bewegten, so dichtgedrängt war, daß eine Favorisierung unmöglich war.
Am Abend ging die PASQUA DEL BUDO-Show über die Bühne. Ähnlich der Budo-Gala in Deutschland wurden verschiedene Kampfsportarten vorgestellt. Diese von Ennio Falsoni initiierte Veranstaltung ist eine Tournee, die die Akteure im Laufe von 10 Tagen in verschiedene italienische Städte führt. Dieser Abend in Mailand war die Hauptveranstaltung der Tour. Man versammelte Großmeister verschiedener Stile, sowie Sportler aus den Bereichen Gymnastik und Trampolinspringen, um ihr Können unter Beweis zu stellen. Leider muß man sagen, daß Herr Falsoni zum Leidwesen der Zuschauer versuchte, möglichst viel in die knapp 4 1/2 Stunden dauernde Gala zu stecken. So war es unvermeidlich, daß sich Karate und Kung-Fu bzw. Wushu, vorgeführt von verschiedenen Meistern, abwechselten, was so manchem Zuschauer schon frühzeitig ein Gähnen entlockte. Zwischendurch erhielt man Einblicke ins Taekwondo und Judo, eine wirkliche Abwechslung erfolgte nur selten. Vielleicht sah es Ennio Falsoni als Taktik, daß er die extra aus Amerika eingeflogenen Formen-Champions Rocky DiRico und Carmichael Simon erst zum Ende der Gala auftreten ließ, doch den Schwung und die Begeisterung, die diese beiden in der Halle auslösten, hätte der Gala vielleicht auch an so manch anderer Stelle gutgetan. Vor allem Carmichael Simon mit seinen unglaublichen Sprungkicks versetzte das Publikum in atemloses Staunen.
Der am Ende des Abends festgesetzte Kampf um den Weltmeisterschaftstitel der WAKO-PRO mit Lowkicks zwischen dem Australier Stan “The Man” Longinidis und einem “ausgesuchten” amerikanischen Gegner wurde nicht ausgekämpft, da der Amerikaner, wie so manch anderer angekündigte Star, nicht auftauchte. Was folgte, war ein leichter Schlagabtausch zwischen dem Australier und einem italienischen Ersatzgegner. Nach 3 Runden war diese schon als peinlich zu bewertende Vorstellung zu Ende, und das Publikum quittierte dies, in dem es Stan “The Man” gnadenlos auspfiff.
Als Fazit zu diesem Tag kann man sagen, daß der Europacup für sich selbst eine sehr gelungene Veranstaltung darstellte, nur auf die Abendveranstaltung hätte wahrscheinlich so mancher verzichten können.

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Dieser Beitrag erschien in der August Ausgabe 1995.
Text und Fotos:
Rüdiger Miller

Val Kilmer

Don Wilson in Batman Forever

Don Wilson

Don Wilson als Bösewicht im Batman Film

Zusammen mit einem neuen Bösewicht, „Riddler“ gespielt von Jim Carrey („Ace Ventura“, „Die Maske“) und der Einführung von Batmans Sidekick „Robin“ läutet die Batman-Filmserie mit „Batman Forever“ die dritte Runde ein. Mit dabei Kickboxstar Don Wilson, der seine erste Rolle als Bösewicht spielt und Michael Worth, ein bekannter Schwarzgurt und Schauspieler („Acapulco Heat“). Joel Schumacher führt Regie in diesem Streifen, vom dem man erwartet, daß er im Sommer die höchsten Einspielergebnisse an den Kinokassen weltweit erzielen soll.

Neu dabei Schauspieler Val Kilmer, der die Hauptfigur der Comicverfilmung darstellt. Es ist eine völlig neue Geschichte und ein neuer Alptraum für Gotham City. Dafür sorgen zwei neue Bösewichte. Der eine ist der Mann mit zwei Gesichtern (Tomy Lee Jones), den man aus alten Geschichten als Bezirksstaatsanwalt Harvey Dent kennt, und der nach einem Unfall im Gerichtssaal entstellt wurde. Vergessene Gehirnwäsche Der andere ist der Riddler (Jim Carrey), ein früherer Angestellter von Wayne Enterprises, der bei der Transformation übersehen wurde. Zu allem Übel kommen die finsteren Gestalten zusammen. Sie beschließen, ihren Erzfeind Batman zu töten. Dreiecksbeziehung In der dritten Auflage des Epos muß Batman jedoch nicht allein um sein Leben und das Wohl der Stadt kämpfen. Ein junger Akrobat, der bei einem tragischen Unfall galvanisiert wurde, und der später wieder zum Leben erweckt wurde – Robin (Chris O`Donnell) – steht ihm bei den harten Gefechten zur Seite. Das zweite Ich Batmans, der milliardenschwere Philanthrop Bruce Wayne, hat noch andere Sorgen. Gejagt von den Erinnerungen an seine schreckliche Kindheit, verliebt er sich in die junge, überaus attraktive Psychologin Dr. Chase Meridian (Nicole Kidman), die sich aber mehr von der Statur Batmans angezogen fühlt. Eine Dreiecksbeziehung mit nur zwei Personen entsteht. Das Böse greift über Als Gotham City von einer niedagewesenen Flut von kriminellen Elementen heimgesucht wird, die von Riddler und Two-Face inszeniert wurde, schicken sich Batman und Robin an, das Schicksal ihrer Stadt ein für allemal zum Guten zu wenden.

Val Kilmer

„Dragon“ Wilson und Dana Hee sorgen für Fight-Action
Don „The Dragon“ Wilson kommt zu Zuge, als er zusammen mit Michael Worth eine Gang anführt, die gegen den Superhelden vorgehen soll. Er ist in einigen Kampfsequenzen zu sehen. Als Stuntfrau spielt übrigens die Taekwondo-Fighterin Dana Hee (siehe S. 61 in dieser Ausgabe) in diesem Streifen eine nicht ganz unwesentliche Rolle. Schon in den ersten Teilen wirkten Kampfsportler mit Der dritte Teil der Comicverfilmung soll nach Schätzung von Filmkritikern mindestens so erfolgreich werden, wie seine beiden Vorgänger, die zusammen über 700 Millionen Dollar eingespielt haben. Eine feine Sache, daß auch diesmal wieder bekannte Kampfsportler mit von der Partie waren. In den ersten Folgen wirkten z.B. Kickboxerin Kathy Long und Thaiboxmaster Sken mit. Michelle Pfeiffer unterzog sich für ihre Kampfszenen im zweiten Teil einem harten Kickboxtraining, von dem sie noch heute hellauf begeistert ist. Mal sehn, was wir im vierten Teil zu sehen bekommen.

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Dieser Beitrag erschien in der August Ausgabe 1995. Fotos: Ralph Nelson

Regina Halmich

Regina Halmich boxte in Wien

Paula Moreira gegen Regina Halmich

Paula Moreira, Veranstalter Richard Lugner, Regina Halmich und Kampfrichter Branco Slauf.

Am 4. März 1995 kämpfte in der Wiener Lugner City Österreichs derzeitiger, einziger Klasseboxer Harry Geier im Zuge eines Internationalen Boxmeeting. Veranstalter war das Geier Boxteam sowie Peter Pospichal mit seinem Boxteam Vienna. Die perfekte Organisation zeigte, daß man im österreichischen Profiboxen an Pospichal nicht vorbei kommt.

Regina Halmich

Regina Halmich boxte in Wien, 1995

Aber nicht allein Geier galt die Medienpräsenz, sondern der Karlsruherin Regina Halmich aus dem Profistall von Jürgen Lutz. Als amtierende Europameistern in der “Womens international Boxing Federation” (WIBF) bestritt sie einen 6 Runden Boxkampf gegen die Portugiesin und fünfte der Weltrangliste Paula Moreira. Dieser erste Damenboxkampf in Österreich hatte im Vorfeld ein Medienecho, wie es sich andere Sportarten nur wünschen können.

Richard Lugner und Regina Halmich Boxen

Richard Lugner im Interview mit der Siegerin und EM-Titelverteidigerin

Großer Medienrummel
Durchaus seriöse Analysen und Bildberichte sowie Meinungen von mehr oder weniger qualifizierten “Fachleuten” waren bereits Tage vorher in der Wiener Presse zu finden. Da speziell in Wien die WKA Kickboxszene sehr stark vertreten ist, wurde Halmich von den Journalisten als Kickboxerin identifiziert. Neben dem Staatlichen ORG war auch das Privatfernsehen mit PRO 7 und Premiere vertreten.
Wirbelwind aus Karlsruhe: Der Kampf selbst hielt dann leider nur wenig von dem, was er im vorhinein versprochen hatte, da Regina wie ein Wirbelwind über die arme Portugiesin hinwegbrauste. Als Nummer fünf der Weltrangliste zeigte Moreira nur in den ersten Sekunden, was sie vielleicht tun wollte, aber der Druck von Regina war dermaßen stark, daß sich die Portugiesin oft nur durch Abdrehen oder Flucht aus der Affäre ziehen konnte. Mit einem Wort, Moreira war als Gegenerin für den blonden Wirbelwind aus Karlsruhe einfach um drei Nummern zu klein. Klar war das einstimmige Punkteurteil nach 6 Runden zu Gunsten von Regina Halmich.
Das Publikum erkannte durchaus, daß das Damenboxen ein seriöser Sport ist, und wie von gut informierten Quellen zu erfahren war, ist ein bekannter Wiener Boxmäzen und Baumeister als Sponsor für Regina im Gespräch.

Regina Halmich gewinnt EM Profiboxen

Halmich siegt

Halmich siegt

Geier mit neuem Fallobst
Den zweiten Hauptkampf des Abends bestritt der Wiener Neustädter Harry Geier gegen den US Boy Quincy Pratt von den Bahamas. Dieser Kampf war auf 10 Runden im Superbantam (55,338 kg, WBO) angesetzt. Geier, der durch sein schnelles KO gegen den WBO Weltmeister Daniel Jimenez aus allen Titelträumen erwachte, mußte Pratt klar und eindeutig schlagen, um weiter die Chance an einem Retourkampf gegen Jimenez zu wahren. In der Vorbereitungszeit hatte Geier in Hamburg mit dem US Trainer Chuck Talhami trainiert, der bereits mehrere Weltmeister formte.
Neuer Titelkampf?
Geier wurde immer hinter der vorgehaltenen Hand nachgesagt, daß er nur gegen “handverlesene” Boxer gewinnen könne. Sein Rekord von nunmehr 25 Kämpfen, davon 23 Siege, 1 Unentschieden und eben die eine Niederlage gegen Jimenez sind durchaus gut.
Zum Kampfverlauf
Die erste Runde des Fights zeichnete sich durch Nervosität von Geier aus und außer dem üblichen gegenseitigen Abtasten passierte wenig. Bereits ab der zweiten Runde versuchte Geier aus der Distanz mit Jabs zu punkten und den Ami nicht in den Infight zu lassen. Nur zeitweise ließ Pratt Klasse aufblitzen, und er versuchte seinerseits, mit blitzschnellen Attacken Geier zu überraschen. Auch Runde drei verlief ähnlich und Pratt war zu passiv, während Geier ständig aus der Distanz punktete. Runde vier war Geiers beste Runde. Der Ami war nach einem guten Haken angeknockt, rettete sich in die Pause. In den nächsten Runden zeigte sich das gleiche Bild. Ab hier war der Punktesieg Geiers klar, nur ein KO konnte den Sieg des Österreichers gefährden.
Der einstimmige Punktesieg von Geier geht in Ordnung, aber glänzen konnte er nur selten. Letztlich hat er sein Plansoll erfüllt. Bis Herbst sind noch einige Kämpfe geplant, und wenn alles gut geht, soll es einen neuen Titelkampf geben.

Ernie Reyes

Kick 1995 Ausgabe 05

Veröffentlicht in Ausgabe 05 Jahrgang 1995. Text und Foto: Josef Kurta.
Europarangliste der WIBF im Profi Damenboxen.

Seiler

Kickbox-Weltmeister Thomas Seiler

Kickboxer

Thomas Seiler mit seinen Meisterschaftsgürteln, 1995 (Foto: Stahl)

Der Weg vom Newcomer zum Champion ist im bezahlten Faustkampf besonders hart. Nur mit viel Talent, der Fähigkeit Einstecken zu können und einem guten Rückhalt durch Trainer, Manager und Veranstalter hat man überhaupt eine Chance, ganz oben anzukommen. Daß ein guter Amateurboxer von einer Karriere im Lager seiner bezahlten Kollegen träumt ist verständlich. Vielmehr als seinen Amateurstatus hat er schließlich nicht zu verlieren. Besonders viel Mut muß man für den Schritt, als Boxer neu anzufangen, haben, wenn man vorher in einer anderen Sportart an der Weltspitze mitgefightet hat.

Profi-Kickbox-Weltmeister Thomas Seiler steht im Boxen vor dem Durchbruch

Der Offenburger Thomas Seiler war schon vor vielen Jahren eines der ersten deutschen Aushängeschilder für den Kickboxsport in der Republik. Seiler gewann 1991 nach dem Berliner Michael Kuhr als zweiter Deutscher überhaupt einen Weltmeistertitel bei einem Profi-Verband. Zuvor hatte er sich mit seinem unbarmherzigen Kampfstil Deutsche und Europäische Meistergürtel geholt. Danach folgte eine weiterer WM-Gürtel in einer höheren Gewichtsklasse, sogar ein Fight um die Weltmeisterschaft im Thaiboxen bestritt er im fernen Japan.
Alles erreicht: Als Kickboxer hat er alles erreicht, was es zu erreichen gibt, sofern man das von den Titeln sagen kann, denn so richtig blickt heute selbst der versierteste Insider nicht durch den Wirrwarr von Titeln und Verbänden hindurch. Viele seiner Gegner waren hochklassig, folglich auch seine Fights. Und die wenigen Kämpfe, die er verloren hat, waren keine Niederlagen, für die er sich schämen müßte. Nur Ausnahmekämpfer vom Schlage eines Gilbert Ballentine oder eines Murath Cömert konnten den WKA-Weltmeister in die Schranken weisen.

Impressionen aus dem Hinkampf gegen Sentük Özdemir um die internationale Deutsche Meisterschaft.

Impressionen aus dem Hinkampf gegen Sentük Özdemir um die internationale Deutsche Meisterschaft.

Impressionen aus dem Hinkampf gegen Sentük Özdemir um die internationale Deutsche Meisterschaft.

Impressionen aus dem Hinkampf gegen Sentük Özdemir um die internationale Deutsche Meisterschaft.

Die Faszination im Ring zu stehen
Zum Kampfsport gekommen war er schon in frühen Jahren. Nachdem ihm die Bruce Lee Filme so gefielen, begann er als Siebenjähriger mit dem traditionellen Shotakan Karate, das er bis kurz vor die Dan-Prüfung ausübte. Mit dem japanischen Stil hörte er abrupt auf, als er seinen ersten Kickboxkampf absolvierte, für den er sogar seine Dan-Prüfung absagte. „Die Faszination, im Ring zu stehen,“ war es, was ihn, einen Jungen aus seiner Schar von sieben Kindern in der Familie, am Kickboxen faszinierte. Er blieb bei der neuen Disziplin, und begann, Kontakte zu anderen Sportschulen aufzubauen. Er trainierte u.a. bei Jürgen Lutz in Karlsruhe und bei Detlev Türnau im Rheinland. Selbst weite Reisen nach Frankreich und Holland schreckten ihn nicht, sich weiterzubilden und Erfahrungen zu sammeln. Mit der Zeit begann er mit der Unterstützung von Freunden und der Familie eine eigene Sportschule aufzubauen und selbst Veranstaltungen auf die Beine zu stellen.
Priorität Boxen
Der Schritt zum Profiboxen war für ihn dennoch keine große Entscheidung, denn er will weiterhin als Kickboxer für Titelkämpfe in den Ring steigen. Lediglich die Priorität hat für ihn zugunsten des Faustkampfs gewechselt, denn hier ist der Wettkampf um einiges härter als im Kickboxen, oder zumindest ist die Leistungsdichte erheblich höher. Außerdem spielt der wirtschaftliche Aspekt eine nicht allzu geringe Rolle, denn bei den Veranstaltungen der Sauerland Promotion können schon in kurzer Zeit erheblich höhere Gagen herausspringen als bei seinen Kämpfen für die verschiedenen Kickbox-Organisationen.

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Publikumsliebling
Der Grund für seine großen Erfolgsaussichten im neuen Metier liegt wie auch bei seiner alten Disziplin in seinem Kampfstil. Wenn der Crowdpleaser Thomas Seiler in den Ring steigt, bedeutet es für das Publikum: Jetzt gibt es einen guten Kampf. Für Tommi, wie ihn seine Freunde liebevoll nennen, gibt es kein zurück. Er fightet und kann einiges einstecken. Dabei ist er kein Hau-Drauf-Typ, obwohl es ihm sicher nicht an der Schlagkraft mangelt. „Ich kämpfe auf einen Punktsieg hin,“ erklärt er seinen Stil. „Doch wenn ich merke, daß ich meinen Gegner unter Druck setzten kann, dann mache ich das. Der K.o. kommt ganz allein.“
Bundesligaeinsätze
Er hat 72 Kämpfe im Lager der Amateure bestritten, kämpfte u.a. für CSC Frankfurt in der Bundesliga und erreichte den Titel des Badischen Meisters. Hier blieb sein großer Erfolg jedoch aus, was vor allem daran lag, daß er ein sogenannter langsamer Starter ist, und die ersten beiden Runden gerne „verschläft.“ Da Amateurkämpfe in der Regel nur über drei Runden gehen, fand er gegenüber seinen gewohnten langrundigen Kickboxkämpfen keine optimale Basis. Darüber hinaus bestritt er diese Kämpfe zu einer Zeit, als die Amateurbox-Funktionäre nur ungern sahen, daß Kickboxer, die zum Teil schon Profierfahrung hatten, an ihren Turnieren teilnahmen und gewannen. So zumindest erklärt er sich einige umstrittene Punktniederlagen. In dieser Sache steht er nicht allein da. Viele andere Kickboxer, die beim Amateurboxen Fuß fassen wollten, wie z.B. Ferdinand Mack und Michael Kuhr, ereilte dasselbe Schicksal. Doch als Profi hat er bessere Chancen. Das gesteht auch die „Konkurrenz“ der Amateurboxer neidlos ein. Der Vizepräsident des Deutschen Amateurboxverbandes Heinz Birkle urteilte über die Erfolgsaussichten des Offenburgers sehr positiv. Anläßlich einer Pressekonferenz sagte er nach Seilers ersten Profikämpfen: „Seiler hat bei den Profis größere Chancen (als bei den Amateuren). Er hat durch seine Kickboxkämpfe eine hervorragende Kondition und er kann gut einstecken. Außerdem kann er es sich jetzt leisten, es langsam angehen zu lassen.“

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Impressionen aus dem Hinkampf gegen Sentük Özdemir um die internationale Deutsche Meisterschaft.

Impressionen aus dem Hinkampf gegen Sentük Özdemir um die internationale Deutsche Meisterschaft.

Kämpfen mit Kalkül
Wenn es nach Thomas Seiler gegangen wäre, hätte er den Amateurboxern schon viel früher den Rücken gekehrt, und bei den Profis gekämpft. Vor rund fünf Jahren traf er den Matchmaker der Sauerland-Promotion, Jean-Marcel Nartz, um sich mit ihm über einen möglichen Einstieg ins Lager der Profis zu unterhalten. Nartz reit ihm davon ab, Profi zu werden, denn die Aussichten für leichtgewichtige Boxer waren nicht gerade rosig. Dazu kam, daß sich der Profizirkus in der „Vor-Maske-Ära“ in einer tiefen Krise befand. Die Gagen waren gering, das Zuschauerinteresse nur mäßig und die Medien behandelten den Sport nur stiefmütterlich, wenn überhaupt.
Weitere Erfahrungen: So boxte der junge Offenburger weiter in der Bundesliga. Daß sein Kampfrekord aus dieser Zeit nicht der beste ist, liegt vor allem daran, daß er mit vielen hochklassigen internationalen Champions die Fäuste kreuzen mußte, die zum Teil ein vielfaches seiner Kampferfahrung vorweisen konnten, und somit zu früh an zu große Aufgaben herangeführt wurde.
Rückkampf um IDM
Im Profiboxen ist sein Rekord bislang tadellos. In seinen vier Profipaarungen hat er drei Mal den Ring als Sieger verlassen. Den vorerst letzten Kampf im Vorprogramm des medienträchtigen Maske-Eggerton-WM-Fights beendete er mit einem Unentschieden. Anfangs war der 28-Jährige, der seit kurzem vom bekannten Profitrainer Enno Wehrle betreut wird, ein wenig enttäuscht über das Resultat, doch im Rahmenprogramm zum Megafight Maske-Rocchigiani soll er eine neue Chance bekommen, dieses Ergebnis zu seinen Gunsten zu korrigieren. Was an diesem Kampf so wichtig scheint, ist der Titel des internationalen Deutschen Meisters, den Seiler dem Titelhalter Sentürk Özdemir aus Berlin entreißen will. Mit dem Gewinn dieses Titels könnte für ihn eine entscheidende Weiche in Richtung EM-Fight und einer Vermarktung als Hauptkämpfer bei TV-Übertragungen bedeuten. Von da an dürfte auch ein WM-Kampf nicht allzu weit entfernt sein. Hinzu kommt, daß das Super-Federgewicht (-59,8 Kg) eine sehr attraktive Gewichtsklasse ist, in der in den USA enorm hohe Gagen gezahlt werden.
Mit seinen Erfolgen im Boxsport steigt auch sein „Marktwert“ im Kickboxen. Ein Rückkampf mit Gilbert Ballentine oder ein Vollkontakt-Match mit US-Boy Troy Dorsey dürften sicher ein begeistertes Publikum ziehen.

Eric Lee Cover

Ausgabe 07/1995 mit Eric Lee


Dieses Porträt wurde in der Ausgabe Juli 1995 veröffentlicht und steht hier als identische Kopie online. Die Fotos wurden freundlicherweise von Klaus Stahl auf Offenburg zur Verfügung gestellt. Seilers kompletter Kampfrekord als Profiboxer kann hier eingesehen werden: Boxing Rec Com.

Double Dragon mit Mark Dacascos

Double Dragon Film

Weit über 5 Millionen Videospiele von Double Dragon wurden bislang weltweit verkauft. Für die Computer-Unterhaltungsindustrie bedeuted dies Bruttoerlöse von knapp 400 Millionen US-Dollar. Eben auf diesem populären Videospiel basierend wurde ein Film „Double Dragon: The Movie“ gedreht. Wie beim Videospiel reisen die Hauptdarsteller durch eine große, von der Anachie regierte Metropole. Die Helden, zwei Brüder, haben die Aufgabe, Mißstände zu beseitigen. Es ist ein Abenteur in unheimlicher, imaginärer und futuristischer Atmosphäre. Mark Dacascos, Robert Patrick, Scott Wolf, Julia Nickson und Alyssa Milano spielen die Hauptrollen.

Los Angeles wurde von einem Erdbeben vernichtet. Die Ruinen der Metropole werden 2007 zum neuen Zentrum Kaliforniens, New Angeles, aufgebaut. Die Gebrüder Lee begeben sich auf die Suche nach einem mystischen Amulette, das in die falschen Hände geraten ist. Dadurch steht ihre Zukunft und die von New Angeles auf dem Spiel.
Humor & Action
Regisseur Jim Yukich verteilte die Spannung in „Double Dragon“ auf großartige Actionszenen mit viel Humor, Herz und dem filmischen Hervorheben der menschlichen Hoffnung. Gestalterische Elemente und die Kostüme reflektieren die Gebrauchs- und Wegwerf-Einstellung des urbanen Wideraufbaus. Die außergewöhnlichen Computereffekte, voluminösen Plastikfassaden und präzise koordinierte Kampfszenen bilden dabei den filmischen Reiz der Produktion. Die visuellen und verbalen Komikelemente stellen für den Beobachter das Salz in der Handlungssuppe, die den starken Bund der Lee-Brüder unterstreichen, dar.
„Hollywood River“
„Double Dragon“ wurde von seinen Produzenten für ein Publikum aller Altersschichten konzipiert, besonders will man jedoch Kinder und Jugendliche ansprechen. Man protzt mit aufwendigen visuellen Effekten, die von Joseph und Paul Lombardi („Apocalypse Now“, „Der Pate“) stammen, die schon für den Oscar nominiert wurden. Die Stuntarbeit inklusive einer verwegenen Bootsverfolgung auf dem brennenden „Hollywood River“ wurde von Jeff Imada, einem der bekantesten Stuntmen in Sachen Kampfsport, geleitet.

Mark Dacascos

Mark Dacascos, Sohn des bekannten Kung Fu und Karate Pioniers Al Dacascos, spielt nach „American Samurai“, „Only the Strong“ und „Kickboxer 5“ seine vierte bedeutende Hauptrolle. Obwohl „Double Dragon“ ein Film für Jugendliche ist, sticht er vor allem durch seine gekonnten Kampfszenen hervor (Foto unten).

Die Dreharbeiten
Die ersten Aufnahmen entstanden im Juni 1993 in Cleveland im US-Bundesstaat Ohio. Nach sechs Wochen wurde der Drehort in die Stuios von Los Angeles verlegt. Für die Wahl von Cleveland sprach „die Tatsache, daß der Westen L.A.`s im Film unter Wasser liegt und wir somit eine Kulisse inszenieren mußten, der Cleveland am nächsten kam,“ erklärt Produzent Ash Shah. Cleveland liegt am großen Eriesee und dem Cuyahoga River, der Fluß, aus dem später der fiktive Hollywood River wurde. Der Pazifik wurde vom Eriesee dargestellt. „Wir wollten eine Szenerie inszenieren, um den industriellen Verfall der Ge-sellschaft zu demonstrieren,“ fährt Shah fort. Die Drehar- beiten in Cleveland beinhalteten die Aufnahmen eine Verfolgungsjagd, eine gewaltige Explosion auf den Cuyahoga und Innenaufnahmen in einem bekannten Theater.
Endzeitkulisse
Die Straßenszene stellte sich als eine extrem schwierige filmische Arbeit heraus. Jimmy und Billy werden im nächtlichen New Angeles von einer Gang aufgelauert, es kommt zu einem großen Kampf. Um das zu inszenieren, mußten die Filmemacher eine Einkaufsstraße innerhalb eines Tages in eine Endzeitkulisse umwandeln, um sie noch in derselben Nacht nach den Aufnahmen wieder in den ursprünglichen Zustand zu versetzen, damit die Geschäfte am kommenden Morgen öffnen konnten. „Das war, als würden wir einen Angriff planen,“ bemerkt Hauptdekorateur und Kulissenbauer Chuck Conners.

Hollywood River

Die Lee-Brothers bei einer spektakulären Verfolgungsjagd auf dem „Hollywood River.“

Neun Kameras für eine Explosion
Jimmys und Billys Flucht von dem Anschlag der Gang gipfelt in einer gewaltigen Explosion auf den Fluß. Gefangen in einem verrotteten Hausboot flüchten die Brüder mit einem kurzgeschlossenen, alten Sumpfboot, wobei sie von zwei hochtechnisierten Militärjachten verfolgt werden. Die Flammen sprühen nur so, wenn sie über die kontaminierten Wellen jagen. Als ihr letzter Schutz über ihr eigenes Boot hinwegrast, explodiert ein gewaltiger Feuerball über dem leicht brennbaren Gewässer. Die Inszenierung der Oscarnominierten Effektemacher führte zu einem 160 Meter langen Feuerwall, für dessen Erzeugung mehrere Wochen Arbeit notwendig waren. Trotz der Genehmigung der Stadtauthoritäten und weiten Veröffentlichungen der Lokalpresse, gingen unmittelbar nach der gewaltigen Explosion mehrere hundert Anrufe bei Feuerwehr und Polizei ein, so gewaltig war das Ausmaß der Darstellung. Während für die meisten Szenen zwei oder drei Kameras ausreichen, brachte man zum Festhalten dieses Spek-takels neun Kameras auf Position, um es angemessen festzuhalten
Special F/X
Die Innenaufnahmen in Cleveland erfüllten ebenfalls gehobene Ansprüche. Es gibt einen Ausspruch im Drehbuch „the fight begins,“ an den sich Regisseur Yukich lebendig erinnert. Der Kampf im Hanna Theater, einer Veranstaltungsstätte aus der Gründerzeit. Hier leben die Lee-Brüder und es kommt zu einer gigantischen Kampfszene, an der ganze sechs Tage gedreht werden mußte. In einem Special Effekt verwandelt sich die Figur der Koga Shuko in einen Schatten und übernimmt Satoris körperliche Gestalt. Zusammengestellt wurden diese Szenen von den Special-Effekts-Fachleuten PDI, die durch ihre Arbeiten zum Michael-Jackson-Video zur Hitsingle „Black or white“ bei der eine Person durch die andere ersetzt wird, ohne das man merkt, das ein Wechsel vollzogen wird. Die Erfinder des sogenannten „Morphings“ haben seitdem in so namhaften Produktionen wie „Toys,“ „Cliffhanger,“ „Dennis, the Menace“ für die Effekte verantworlich gezeichnet.
Drehort: L.A.
In Los Angeles wurden in weitere sechswöchiger Drehzeit nur wenige Außenaufnahmen durchgeführt, der Rest wurde in drei Studios gedreht. Mode und Kostüme: Die ungewöhnlichen Kostüme simbolisieren die eingangs erwähnten Eindrücke, die er Regisseur mit den visuellen Effekten erzeugen wollte. Alle Hauptdarsteller und über 100 Gangmitglieder wurden mit maßgeschneiderten Outfit auf den Trend von New Angeles ins Bild gerückt. Dennoch ist das Aussehen nicht allzu exotisch, denn die Handlung liegt gerade mal 14 Jahre vor uns, so sieht man den einen oder anderen zumindest noch mit Jeans durchs Bild rennen.

Double Dragon Movie

In die falschen Hände geraten: Die zweite Hälfte des machtbringenden, umstrittenen Amulettes befindet sich im Besitz eines bösartigen Demagogen.

Die Kampf-Action
Lash ist eine junge Dame, die ihre Gegner mit einer Peitsche außer Gefecht setzt. Zur perfekten Ausführung ihrer tödlichen Technik wurde ihre Darstellerin Kristina Malandro („Wer ist hier der Boss“) von Anthony Delongis, der schon Michelle Pfeiffer auf ihre Rolle als peitschenschwingende „Catwoman“ in „Batmans Return“ vorbereitete, trainiert. Kampfsport-Stuntman Jeff Imada plante den Rest der Kampfszenen in „Double Dragon.“ Er bemühte sich, die Action nicht zu brutal, sondern eher auf komische, satirische Art darzustellen. Ihm gefiel die Rolle des Billy am besten: „Er ist arrogant und ungemein von sich überzeugt, außerdem ein wenig wild. Er spielt mit seinen Gegnern.“
Kein Martial Arts Film im klassischen Sinn
Von den Hauptdarstellern betreibt Mark Dacascos Kampfsport und Turnen von Jugend an, die anderen mußten ihre martialischen Fähigkeiten in einem Spezialtraining kurz vor den Dreharbeiten erlernen. Das reichte schließlich aus, um die Szenen realistisch darzustellen, denn „Double Dragon“ ist kein Martial Arts Film im klassischen Sinn. In der Handlung ist die Beziehung der Brüder und ihr Leben im Jahr 2007 in New Angeles am wichtigsten. Die Komik der beiden ist ein weiterer Faktor. Während sie am Anfang des Films weit auseinanderliegen, erhalten sie durch das Fortschreiten der Handlung mehr und mehr an Ähnlichkeit. Die Brüder amüsieren sich – Skateboards, Junk Food, Mädchen, und, und, und. Dabei leben sie in einer neuen Welt, von der alle Darsteller große Furcht haben. Dazu Hauptdarsteller Mark Dacascos „Die Menschen haben die Macht, sich zu verändern, so wie es die Charaktäre in einem Film können. Das Leben ist eine sehr zerbrechliche, wertvolle Sache. Wir können die Welt verändern, wenn die Menschen zusammenkommen und ihre Energie vereinen.“

Mark Dacascos

Mark Dacascos in der Hauptrolle

Tochter des Polizeichefs führt Untergrund-Gang an
Die Wende in der Handlung nimmt in Form von Satori, gespielt von Julia Nickson, einer überaus hübschen Wächterin, Gestalt an. Sie trägt die eine Hälfte des machtspendenden Medaillons, das die Brüder suchen, die andere Hälfte hält der bösartige Tycoon Koga Shuko (Robert Patrick). Shuko kann sich mit der einen Hälfte im Besitz in jeden Körper seiner Wahl verwandeln. Mit beiden Hälften und den Gangs unter sich kann er viel Böses anrichten. Die Lee-Brüder wollen dies vermeiden und so verbünden sie sich mit Marian Delario (Alyssa Milano), der Tochter des Polizeichefs, die eine Untergrund-Gang anführt. Ihre Gruppierung hat es sich zum Ziel gesetzt, die Ordnung in der Stadt aus den Händen der Gesetzlosen zu lösen, und wieder Recht und Ordnung herzustellen, also den Job zu übernehmen, den ihr korrupter Vater eigentlich erledigen sollte.

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Dieser Beitrag erschien in der August Ausgabe 1995.
Text: John Crocoran

Sommercamp

EVCC Sommercamp Antalya `95

Sommercamp

Sifu Birol Özden demonstriert VC-Techniken auf der Terasse des Aloha Hotels, der Trainingsstätte des EVCC Sommercamps in Antalya.

Sommercamp Antalya `95

Ein Sommercamp steht in jedem Jahr für die Anhänger der Euro Ving Chun Connection auf dem Programm. Antalya in der Türkei bot eine schöne Kulisse für dieses Happening, das von Sifu Birol Özden persönlich geleitet wurde. Nach der rund fünfstündigen Reise von Köln aus erkundeten die Teilnehmer zunächst die Region, ruhten sich aus, genossen einen Urlaub unter Freunden und Sportkameraden. Am zweiten Tag begann das Training. Die Terrasse des bekannten Aloha Hotels (mit eindrucksvollen Mittelmeerpanorama) diente für 14 Tage als Trainingsstätte für die zwei täglichen Trainingseinheiten, die jeweils um 7 Uhr und um 17 Uhr angesetzt wurden.
Zunächst stand ein Auffrischen der Grundtechniken und Formen auf dem Programm. Unter der sorgfältigen Obhut von Sifu Özden intensivierte man die Funktionen der einzelnen Bewegungen und Anwendungen. Jeder Teilnehmer konnte dadurch eventuell bestehende Lücken schließen und seine Fehler korrigieren. Beobachter bewerteten den allgemeinen Leistungsansteig als enorm. Der starke Zuwachs innerhalb – der EVCC – nach Angaben Özdens um den Faktor zehn (!) – mag dabei die rasche Erfolgswirkung des Trainings als realistisch erscheinen. Den wichtigsten Punkt für den anhaltenden Erfolg sieht Özden dabei in seinem Bemühen, sich dafür einzusetzen, daß seine Schüler erfolgreich den Weg zum Meister fortsetzen. Er ist der Meinung, daß sich dadurch ein wahrerer Meister von denen unterscheidet, die nur ihre Muskeln vorzeigen und sich in brenzligen Situationen am Boden wälzen. Doch zurück zum Training.

Chi Sau

Nach der Einführung folgte der VC-Freikampf, bzw. Chi Sao entsprechend den harten Prüfungsrichtlinien. Das Training der Gruppe zog dabei die Aufmerksamkeit der Mitbewohner des Badeortes an. Zu den bekannten Trainingszeiten versammelten sich mehrere Dutzend Zuschauer aus den umliegenden Hotels, um das Ving Chun näher unter die Lupe zu nehmen. Daß Interesse ging sogar soweit, daß einige Polizeibeamte und Sicherheitsbedienstete der Hotels auf Anfrage ihrer Vorgesetzten am Training teilnahmen. Diesen gefiel das Training offensichtlich so gut, daß sogar der Bürgermeister Antalyas davon Kenntnis nahm, und Sifu Birol Özden für das kommende Jahr zusammen mit seiner Familie einlud.
Die Teilnehmer, die allesamt ihre Prüfungen bestanden, hatten neben dem Training reichlich Zeit den Aufenthalt am Mittelmeer wie ihren Urlaub zu gestalten. Das reichhaltige Freizeitangebot in Antalya ließ kaum zu wünschen übrig: Einkaufsbummel mit interessanten An-geboten, Yachtausflüge, Bauchtanzvorführungen und Discoabende bis zum Morgengrauen sind nur einige der Aktivitäten, die man geboten bekommt.
Für die EVCC hatte das Sommercamp noch einen kleinen aber feinen Nebeneffekt: Durch das offene Training wurde das Ving Chun in Antalya bekannt gemacht. Birol Özden freut sich schon jetzt auf das Sommercamp 1996, bei dem er wieder auf die Hilfe von Andreas Silbersack hofft, der in diesem Jahr seine rechte Hand war und organisatorisch stark unterstützte.

EVCC-Seminarinfo: Rekord in Bonn

Es ist Ende April, 8.00 Uhr, mitten im Herzen der Regierungsstadt Bonn. Der Schulleiter des E.VC.C.-Ving Chun-Centers an der Oxfordstraße geht noch einmal kritischen Blickes durch die Räumlichkeiten. Alles o.k.! Den an diesem Morgen wird der Europa-Cheftrainer Sifu Birol Özden erwartet, um vor vielen VC-Schülern und -Schülerinnen einen Ving Chun-Selbstschutz Prüfungslehrgang abzuhalten. Ankündigungen zufolge sollte es eine beachtliche Anzahl von E.VC.C.-Mitgliedern werden.

Sifu Birol Özden

Sifu Özden mit über 300 Teilnehmern in der
alten Bundeshauptstadt

Um 8.30 Uhr traf bereits der erste Schulleiter mit einer Gruppe von 40 Leuten ein. Dann nahm eine wahre Ving-Chun-Völkerwanderung ihren Lauf. Um 10.00 Uhr drohte das Center aus allen Nähten zu platzen, über 300 SchülerInnen waren versammelt.
Dann traf Sifu Birol Özden endlich ein und wurde wie üblich mit großer Begeisterung begrüßt. Wie immer strahlend und bester Laune vertrieb er im Nu mit lustigen Geschichten und Anekdoten bei allen die Prüfungsangst und hob die Stimmung um ein Vielfaches. Auch “Petrus” war den E.VC.C.-Leuten an diesem Tag wohl gesonnen, so daß Sifu seine Oberstufenschüler auf dem Parkplatz vor dem Center unter “Straßenbedingungen” trainieren ließ. Das bereitete einen Heidenspaß und die Passanten staunten über das Gebotene.
Auch die Unter- und Mittelstufenschüler arbeiteten ihre Kampfprogramme sorgfältig durch. Die jeweiligen Hand- und Fußtechniken wurden im Distanz- und Nahkampf trainiert. Auch in diesem Lehrgang mußte wieder jeder seine Nächstgradierung durch hartes Training erwerben. Unermüdlich ging Sifu Özden von Gruppe zu Gruppe und erläuterte die Details der einzelnen Techniken. Mit seinen Assistenten demonstrierte Sifu Özden technische Kostbarkeiten, die seine Schüler in weiteren Programmen erwarten. Jeder war begeistert und das spornte zu noch intensiverem Training an.
In der Pause bestürmten eine Menge Schüler Sifu mit dem Wunsch, sich an der E.VC.C. Akademie für eine Trainer- und Lehrerausbildung einzuschreiben. Sifu Özden freute sich riesig über das große Interesse und versprach jedem Interessenten ein ausführliches persönliches Gespräch. Nach einer intensiven und harten Konditionseinheit teilte Sifu dann das Prüfungsergebnis mit. Jeder hatte bestanden! Ein Beweis dafür, daß jeder Schulleiter streng nach dem Konzept von Sifu Özden arbeitet. Sifu ließ es sich nicht nehmen, zum Abschluß jeden einzelnen Schüler zu sich zu bitten, um ihm persönlich die Prüfungsurkunde zu übereichen und ihm neben der Gratulation noch einige persönliche Worte mit auf den Weg zu geben. Zum Ende wurde er mit tosenden Applaus verabschiedet. Trotz seines unaufhaltsamen Erfolges ist Sifu Birol Özden ein wirklicher “Vater” seiner Schüler geblieben. Wir wünschen ihm, daß er und seine Familie bei der vielen Arbeit auch in Zukunft viel Freude und Gesundheit haben wird. Wieder einmal hat uns Sifu Birol Özden mit seinen Assistenten bewiesen, daß er in der E.VC.C.-Gemeinschaft eben so viel zählt, wie die kämpferischen Leistungen.
Gabi Nikolaus

Die E.VC.C. dankt allen Ausbildern, die mir ihren Schülern an diesem Lehrgang teilgenommen oder diesen mitorganisiert haben. Gerd Rütten, Andres Silbersack, Akin Özden, Erwin Nösser, Donato Porfilio, Jochen Brandt, Stefan Köcher, Oliver Solbach, Timo Nasner, Markus Heuermann, Wolfgang Walter, Imam Elci, Martina Röntz, Ralf Hepp und alle anderen Teilnehmer.

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Diesee Beitrag erschien in der August Ausgabe 1995. Fotos und Texte wurden von der EVCC zur Verfügung gestellt.

Don Wilson Movie

Grid Runners mit Don Wilson

Don Wilson Movie

Don Wilson in einer Kampfszene.

Der „Drache“ hat wieder zugeschlagen. Mit „Grid Runners“ erscheint in diesen Tagen ein neuer Film mit dem ehemaligen Kickboxchamp Don „The Dragon“ Wilson. Wie man es von seinen ersten Filmen kennt, hat Wilson wieder dafür gesorgt, daß hochrangige Sportler der Martial Arts Szene mitwirken. So ist in einer der Hauptrollen der Kanadier Michael Bernardo zu sehen, der seit Jahren die Turnierszene in Sachen Waffenkatas beherrscht.

Mike Bernardo

Ex-Vize-Weltmeister in den Waffenformen, Mike Bernardo,
bekleidet eine der Hauptrollen


In vielen Nebenrollen sind weitere bekannte Kickboxer zu sehen, mit dem Karlsruher Klaus Nonnemacher erstmals auch ein Deutscher. Nonnemacher erhielt in diesem Streifen sogar eine Sprechrolle. Dennoch stirbt er einen schnellen, grausamen Tod. Nach fetzigen Kampfszenen wird er von einer peitschenschwingenden Mutantin bestialisch ermordet. So schnell kann´s gehen in Hollywood.
Wem die nächste Videothek zu weit ist, kann sich Don Wilson im Fern-sehen anschauen. Zur Zeit strahlt der Pay-TV-Sender Premiere den bislang teuersten Film mit dem ehemaligen Kickboxer aus. Wer sich „Lionstrike“ anschauen will, benötigt dazu einen Decoder und den bekannten Schlüßel.

kick-9508
Dieser Beitrag erschien in der August Ausgabe 1995.

Kash Gill

Kash Gill

Als Kash ‘the Flash’ Gill erkaempfte sich der Brite aus Birmingham von 1986 bis Mitte der 90er Jahre viel Respekt. Zunaechst sprang der aus Birmingham stammende Brite bei Gala Veranstaltungen in Holland und England als kurzfristig als “Ersatzgegner” ein. Kash kam und schlug wie ein Blitz ein. Er kaempfte nach allen Regeln und hoeheren Gewichtsklassen. 1988 bestritt er seinen ersten und einzigen Kampf in Deutschland. Als Ersatzgegner fuer den Italiener Franz Haller forderte Gill den vier Kilo schwereren WAKO Vollkontakt Koenig Ferdinand Mack bei der ersten Kickboxmania in der Mannheimer Multihalle heraus.

Mack vs. Gill kickboxen

Kash Gill und Ferdinand Mack kaempfen um die Profi Vollkontakt Europameisterschaft der PKO in Mannheim, 1988.

Gill schlug den Lokalmatador ueberraschen in Runde zwei zu Boden, verlor am Ende der neun Runden aber nach Punkten. 2012 veroeffentichte Kash Gill sein Buch, das ueber den Versandhandel und Buchhandel erhaeltlich ist. Er leitet einen erfolgreiche Sportschule in Birmingham, England.
Weitere Quellen:
Kash the Flash Gym: Webseite.