Top Dog Film mit Chuck Norris

Seit Anfang Juli kann man in Deutschen Kinos einen neuen Film mit Chuck Norris sehen. „Top Dog“ vermischt Action und Komödie, ein Film für die ganze Familie. Norris spielt – wie schon so oft – einen Polizisten. Sein Partner ist Reno, ein kläffender Hund.

Chuck Norris

„Ich wollte einen Film machen, zu dem ich auch meine eigenen Kinder mitnehmen kann,“ erklärt Regisseur Aaron Norris, Schwarzgurtträger und Bruder des Actionstars Chuck, die Beweggründe für seine Arbeit. Die ganze Idee war, ein größeres Publikum anzuziehen, denn für Actionfilme ist es sehr schwer Altersfreigaben ab zwölf oder gar ab sechs Jahren zu bekommen. Ohnehin paßt dies dem alternden Ex-Karate-Weltmeister Chuck Norris gut ins Konzept. Jean-Claude Van Damme und Steven Seagal haben ihm in der harten Actionbranche schon lange den Rang abgelaufen. Nach „Sidekicks“ und der TV-Serie „Walker“ stellt „Top Dog“ nun die dritte Station auf seinem Weg zum Familienschauspieler dar. Vor allem der Erfolg der Serie „Walker,“ bei der die Actionszenen für das Samstagabendpublikum absichtlich moderat gehalten wurden, muß Norris für diesen neuen Karriereweg die Richtung gewiesen haben.

Chuck Norris und Aaron Norris

Erfolgsgespann: Schauspieler Chuck (l.) und Regisseur Aaron Norris

In „Top Dog“ spielt Norris erstmals an der Seite eines Tieres in der Hauptrolle. „Mit Tieren zu arbeiten ist normalerweise sehr schwer,“ räumt der Schauspieler ein, „aber der Trainer Boone Narr hat den Hund so gut trainiert, daß man ihn als vollwertigen Schauspieler ansehen konnte.“ Man könnte fast meinen, Norris hätte mit dem Hund eine enge Freundschaft geschlossen. „So unterschiedlich wir körperlich auch sein mögen, unser Charakter ist doch sehr ähnlich,“ beschreibt er die Zusammenarbeit mit seinem tierischen Partner.

Norris zusammen mit seinem Partner "Reneo"

Norris zusammen mit seinem Partner „Reneo“

Ein weiterer Grund für das Zustandekommen von „Top Dog“ war die Absicht von Chuck und Aaron Norris weiterhin als ein Team von Hauptdarsteller und Regisseur zusammenarbeiten. Bislang haben die Brüder seit 1977 in über 20 Produktionen gemeinsam mitgewirkt.
Ob Chucks Zukunft als Familienschauspieler besonders rosig ausschaut ist schwer einzuschätzen. Die Fachzeitschriften der Cineasten geben ihm kaum ein Chance. Für die größte europäische Filmzeitschrift „Cinema“ stand schon vor dem Kinostart fest, daß der Film ein Flop wird. Für das Fachblatt ist der Streifen nichts anderes als „ein lieblos heruntergekurbelter Ein-Bulle-und-ein-Köter-Film.“

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Dieser Beitrag erschien in der August Ausgabe 1995.
Fotos:
Byron J. Cohen

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